(12.2.2017)

Fragen eines lesenden Katholiken: Wer hätte das gedacht?

Bischof Georg Bätzing stellt in seiner Weihnachtsansprache an die Leser der Limburger Kirchenzeitung viele Fragen.

Ich möchte Gleiches tun:

- Wer hätte gedacht, dass der Bischof in seinen „Gedanken zu Weihnachten“ hauptsächlich auf weltliche Probleme eingeht?
- Warum stehen der Brexit, die demokratische Wahl von Donald Trump und die autokratische Entwicklung in der Türkei in dem Weihnachtsbeitrag an erster Stelle?
- Muss sich ein Bischof wirklich für den „rechtspopulistischen Protest eines Teils unserer Bevölkerung“ fremdschämen?
- Wird sich der Bischof auch für die linkspopulistischen Parolen und Proteste öffentlich schämen?
- Warum sollte ausgerechnet das Weihnachtsfest die „höchste Zeit“ sein für den säkularen Aufruf des Bischofs, unsere „freiheitliche, demokratische Gesellschaftsform“ sowie die „Prinzipien demokratischen Streitkultur“ zu verteidigen?
- Ist es nach diesem Fokus auf weltliche Themen verwunderlich, dass der Bischof aus dem Geburtsfest des göttlichen Erlösers seine zentrale Botschaft ableitet: „Die Christen verändern unsere Welt zum Guten“?
- Sollte es ein ökumenischer Zufall sein, dass „Die Welt verändern“ auch der zentrale Buchtitel zum Reformationsjubiläum ist?
- Ist vielleicht das Lutherjahr der Grund, dass der Bischof nicht von Katholiken und katholischer Kirche spricht, sondern allgemein von „Jesus-Leuten“?

Hubert Hecker

(Der Frage-Leserbrief wurde von der Limburger Kirchenzeitung „Der Sonntag“ nicht veröffentlicht.)