Leserbrief

 

Lehmann, Zollitsch und der Moscheenbau

 

 Seit 25 Jahren hat Karl Lehmann das Mainzer Bistum mit seinem freigeistigen, liberalen Denken geprägt: Die Zahl der Kirchenbesucher schwindet immer mehr, im Priesterseminar gibt es kaum noch Kandidaten für den Priesterberuf, die sogenannte Theologie wird von Laien, vielfach von Frauen gelehrt, die Ausbildung der Religionslehrer ist meilenweit von der gesunden Lehre der Kirche abgewichen. Diese 25 Jahre waren für die Mainzer Kirche wahrlich kein Segen. Auch nicht für die deutsche Kirche, weil Lehmann mehr als 20 Jahre lang als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz für den Verfall des Glaubens die Hauptverantwortung trägt. Sein Nachfolger Zollitsch ist keinen Deut besser!

 

Den massiven Bau von Moscheen in Deutschland befürworten beide vehement. Es gibt hierzulande etwa 160 Moscheen, fast 200 weitere sind im Bau oder in der Planung. Das verstehen diese Oberhirten unter Religionsfreiheit. Religionsfreiheit besagt aber nur, dass der Staat den religiösen Gruppen die Ausübung ihrer Religion nicht verbieten darf, aber nicht, dass beispielsweise der Islam Moscheen in Deutschland bauen und gleichzeitig die Christen in den islamischen Ländern unterdrücken und verfolgen darf. Zollitsch erklärte, die Baugenehmigung für Moscheen könne nicht davon abhängig gemacht werden, dass Christen in islamischen Staaten in gleicher Weise Kirchen errichten dürften. „Gerade weil wir Christen die Einschränkung der Religionsfreiheit in muslimisch geprägten Ländern ablehnen und verurteilen, setzen wir uns nicht nur für die Rechte der dortigen Christen ein, sondern auch für die Rechte der Muslime bei uns“, sagte der Herr Erzbischof. Welch eine Logik!

 

Die Christenverfolgung im Islam scheint diese Herren nicht weiter zu stören. Es stört sie offensichtlich nicht, dass weltweit etwa 75 % der aus religiösen Gründen Verfolgten und 80 % der aus religiösen Gründen Ermordeten Christen sind, dass im Iran, in Saudi-Arabien oder im Sudan auf christliche Missionare und Konvertiten das Beil oder die Steinigung warten, dass anderswo solche Menschen ins Gefängnis oder in die Psychiatrie wandern, dass

die Kirche in der Türkei keinen Rechtsstatus hat, dass etwa in Indonesien bereits Tausende von christlichen Kirchen abgefackelt wurden und Muslim-Milizen christliche Dörfer terrorisieren. Was sind denn das für Hirten, die ihre Schafe aus falsch verstandener Toleranz den Wölfen überlassen? Muß die katholische Kirche nicht auch kämpfen? Kämpfen gegen das Böse, das in der Welt immer mehr Macht gewinnt? „Wer emotionale Vorbehalte gegen eine Moschee vor der eigenen Haustür hegt, mag sich prüfen, wie er es mit dem Glauben hält. Eine christliche geprägte Gesellschaft… muß aus sich heraus lebendig bleiben. Ob dazu die Rückkehr zu konservativen Formen dient, wie in der katholischen Kirche der Trend zur lateinischen Messe, ist zu bezweifeln“, schreibt die Mainzer Allgemeine Zeitung vom 27.9.2008.

 

Solange verantwortliche Bischöfe mit ihren abwegigen Einstellungen Verwirrung stiften und solange in üblen Pressekommentaren gegen gläubige konservative Katholiken gehetzt werden darf, muß man sich nicht wundern, wenn der Islam eines Tages unser Land vollkommen beherrscht.

 

Hartwig Groll, Bingen