(24.7.2017)

Leserbrief in der Limburger Kirchenzeitung ‚Der Sonntag’ vom 16. 7. 2017 zu dem Werk  „300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie“  von Professor Georg May

 

Johannes Becher nimmt zu dem Buch des Mainzer Kirchenrechtlers Georg May Stellung: „300 Jahre gläubige und ungläubige Theologie“. Der Rezensent verbeißt sich darin, dass May „Falschlehrer“ und „ungläubige Theologen“ an den papierenen Pranger stellen würde. Beide Ausdrücke, in Überschrift und Vorspann zitiert, sind nicht vom Buchautor oder vom emeritierten Papst Benedikt XVI. gebraucht, der das Buch als „höchst angebracht und notwendig“ ansieht. Becher dagegen hat nur abfällige Urteile dafür übrig: Das opulente Werk sei „starker Tobak“ oder ein „theologisches Märchenbuch“, das allenfalls zur schmunzelnden „Erheiterung“ dienen, gar zum Lachen reizen könne. Oder auch depressiv machen angesichts der beschriebenen ungläubigen Theologien. Für den unvoreingenommenen Leser erweist sich das Buch als Nachschlagewerk oder zur Unterscheidung der Geister als Gewinn. Zwischen der Empfehlung des Theologen-Papstes Benedikt und der Warnung des Kirchenzeitungsredakteurs dürfte die Entscheidung deutlich ausfallen.

Hubert Hecker