Ein Schulbuchskandal zur Familienpolitik      (September 2010)

Aus allen Medienkanälen und Parteiprogrammen tönt es heute: Die Familie sei ein Auslaufmodell, die ‚traditionelle Familie’ im Absterben begriffen.
Hinter dieser These verbirgt sich eine aggressive Anti-Familien-Politik.
Es wird heute zwar nicht mehr so deutlich wie von Karl Marx in seinen „Thesen über Feuerbach“ formuliert, dass „die Familie theoretisch und praktisch vernichtet werden“ müsste.

Aber an der Unterminierung, Aushöhlung und Zerstörung von ‚Ehe und Familie’ arbeiten weiterhin die linken Kräfte.

Insbesondere die homounterwanderten Grünen fordern, die grundgesetzlich geschützte Ehe als Lebensbeziehung zwischen Mann und Frau aufzuweichen oder abzuschaffen.

Selbst in den Koalitionsvertrag von Nordrhein-Westfalen haben die Grünen den Satz reingedrückt, „die Ehe zu öffnen“ für Homosexuelle, Transgender, Transsexuelle und andere Abnorme.

Die Jugendorganisation der Grünen will gar vollständig ‚Sodom und Gomorra’ einführen, indem sie  polygame Beziehungsformen fordert – mit höherartigen Tieren nicht ausgeschlossen, deren Menschenrechte sie einfordern.

Derzeit sind diese rotgrünen Amokläufe gegen  die Ehe noch aussichtslos, denn das Grundgesetzt garantiert im Artikel 6 nicht nur den Schutz der Ehe als exklusive Verbindung zwischen Mann und Frau, sondern auch die substantielle Verbindung von „Ehe und Familie“.

Diese Grundgesetzformel besagt, dass Ehe auf Familie und Kinder hingeordnet ist und die Familie in der Ehe von Mann und Frau ihre einzige Basis hat.

Nur weil Ehe und Familie die alleinige und notwendige Keimzelle der Gesellschaft ist, kann und muss sie gefördert werden.

Auch diese Begründung in dem unlösbaren Zusammenhang zwischen Ehe und Familie wollen die rot-grünen Kräfte eliminieren, indem sie die Ehe von der Familie trennen:

Ehe und Homopartnerschaft seien nichts als gegenseitige Verantwortungs- und Versorgungsgemeinschaften der jeweiligen Partner– heißt es aus diesen Kreisen.

Familie andererseits sei überall da, wo Kinder sind – tönte schon der damalige Kanzler Gerhard Schröder von 10 Jahren.

Solche grundgesetzwidrige Propaganda wird über die Schulbücher in die Köpfe der Kinder hineingetrichtert.

In dem Sozialkundebuch „Politik & Co“ für die 7. Klasse heißt es auf Seite 17 von dem Homo-Paar Dennis und Thomas:

„Als das neue Partnerschaftsgesetz 2001 kam, haben wir sofort geheiratet. Für uns selbst war die Eintragung der Lebenspartnerschaft eine Hochzeit, so richtig mit allem Drum und Dran.“

„Das hat für uns viele Vorteile. Thomas ist jetzt bei mir in der Krankenversicherung mitversichert. Sollte einem von uns mal was passieren, dann kann der andere erben.“

Die Privilegien, die der Ehe im Hinblick auf die Erweiterung zur Familie gegeben werden – wie Mitversicherung der Familienangehörigen oder deren Erbrecht -, machen bei der Homo-Partnerschaft keinen Sinn.

Es ist Willkür, sterilen Homopaaren Versicherungs- und Steuervorteile zu geben. Genauso willkürlich wäre es etwa, registrierten Geschwisterpaaren ökonomische Privilegien zukommen zu lassen.

Wird in diesem Fall die Institution Ehe von der Hinordnung zu der Familie abgeschnitten, so wird im folgenden Schulbuchbeitrag die Familie von ihrer Basis Ehe getrennt.

In einem Schaubild über Familienformen wird die Familie als „soziales Netzwerk“ eingeführt, bei dem es viele „Formen des Zusammenlebens“ gäbe.


Die vom Grundgesetz geschützte Familie auf der Basis der Ehe wird als „traditionelle Familie“ degradiert und optisch auf ein kleines Kästchen reduziert.

Die anderen vier ‚modernen’ Familienformen werden in jeweils dreimal so großen Flächenkasten vorgestellt – und damit den Schülern ein völlig falsche Vorstellung von Umfang und Bedeutung vorgespiegelt.

So vermittelt das Segment „Neue Eltern“ mit „alleinerziehenden Müttern und alleinerziehenden Vätern“ quantitativ den dreifachen Umfang wie die „traditionelle Familie“.

Mit dieser Schaubilddarstellung werden die Schüler für dumm verkauft, denn auf der Seite vorher erfahren sie vom Statistischen Bundesamt, dass 12,2 Millionen Kinder bei den verheirateten Eltern leben – also in „traditionellen Familien“--, während nur 2,1 Millionen bei einem Elternteil aufwachsen.

Noch drastischer ist der Widerspruch bei den „zusammengesetzte Lebensformen“, die im Buch als „Stief- oder Fortsetzungsfamilien“ und „freie Wohn- und Lebensgemeinschaften“ hochgelobt  werden.

Mit 800.000 Zöglingen leben etwa 5 Prozent aller Kinder in sogenannten Patchworkfamilien, während diese im Schulbuch-Schaubild ein vielfaches Übergewicht gegenüber der natürlichen Elternfamilie zu haben scheinen.

Der Schulbuchskandal ist ein doppelter:
Den Schülern werden erstens sachlich falsche Dimensionen von Familienformen vorgespiegelt.
Der zweite Skandal besteht darin, dass das in Hessen und anderswo staatlich genehmigte Lehrbuch die vom Grundgesetz geschützte und hervorgehobene Institution von „Ehe und Familie“ herabwürdigt, indem es die „Ehe“ begrifflich unterschlägt sowie die ehebasierte Familie als „traditionelle Familie“ in Wort, grafischer Darstellung und Bedeutung degradiert.