(7.8.2016)

Franziskus’ unsägliche Vergleiche: der satanische Priestermord eines ISlamisten mit säkularer Kriminalität oder gar Geschwätzigkeit; Religionen als Obstsalat

Ein Kommentar von Hubert Hecker

 

Auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Krakau wurde der Papst von einem Journalisten gefragt, warum er während des Weltjugendtages stets nur allgemein von ‚Terrorismus’ gesprochen habe und nie von einem ‚islamischen Terrorismus’.

In seiner Antwort bestätigte Franziskus seine gezielte Öffentlichkeits-Strategie, den Islam nie mit Gewalt und Terrorismus in Verbindung zu bringen: Ich mag nicht von islamischer Gewalt sprechen.  In diesem Nicht-Mögen ist er sich mit dem amerikanischen Präsidenten Obama einig. Die zwei Begründungen des Papstes lauten jedoch anders:

▪ Hier in Italien gebe es doch auch viel Gewalt zwischen getauften Katholiken. Da tötet einer seine Freundin oder seine Schwiegermutter. Franziskus’ Folgerung: Da er die Gewalttätigkeiten zwischen Getauften nicht als katholische Gewalt bezeichnen möchte, dürfe er auch nicht von islamischer Gewalt sprechen.

In den erstgenannten Beispielen ist das Getauft- und Katholischsein offensichtlich irrelevant für die kriminellen Taten. Doch der Papst will diese säkulare Kriminalität von Taufscheinchristen mit der religiös motivierten Gewalt von Muslimen gegen Andersgläubige auf eine Stufe stellen. Das ist eine unseriöse Gleichstellung.

Wie in den oben erwähnten Studien nachgewiesen, steigt die Gewalttätigkeitsbereitschaft von Muslimen proportional zur Intensität ihrer Allah-Gläubigkeit. Franziskus will diesen erwiesenen Zusammenhang wegblenden - und damit das koran-basierte Gewaltpotential. Der Papst stellt dem Islam einen Persilschein aus. Den Islam-Repräsentanten wird damit die dringliche Auseinandersetzung mit der Frage erspart, warum etwa ein Viertel der besonders frommen Muslime auf Gewalttätigkeit gestimmt und getrimmt ist.

▪ Die zweite päpstliche Begründung gleicht einem argumentativen Schleuderkurs: Die Religionen seien wie ein Obstsalat von friedlichen und gewalttätigen Mitgliedern. Es sei doch wahr, dass in den Religionen immer ein kleines fundamentalistisches Grüppchen bestehe, wie im Islam der sogenannte Islamische Staat. Auch wir haben das. (sic!) Und wenn der Fundamentalismus dazu kommt, zu töten… An dieser Stelle stockt Franziskus. Denn sein Gedankengang läuft darauf hinaus, christlichen Fundamentalisten solche Bluttaten zuzuschieben, wie sie von den ISlamischen Terroristen begangen werden. Davor zurückschreckend, weicht er auf sein Lieblingsthema in seinen Predigten aus: Das Geschwätz tötet. Man kann mit der Zunge töten, sagt der Apostel Jakobus, und mit dem Messer töten. Die logische Zuordnung von diesem Einschub lautet: Christliche Fundamentalisten töten durch ihr Geschwätz mit der Zunge, ISlamische Fundamentalisten mit realen Waffen wie dem Messer. Doch nach dieser Folgerung macht Franziskus wieder eine argumentative Kehrtwende: Islam sei nicht mit Gewalt zu identifizieren.

Böse Worte können tatsächlich Schlimmes bewirken, im Extremfall sogar andere in den Tod treiben. Viel verbreiteter ist es jedoch, dass Geschwätz die Leute für dumm verkauft:


▪ Die mörderischen Suizidattentäter und rituellen Halsabschneider ISlamischer Herkunft setzt Franziskus mit Schwätzern gleich, die er indirekt christlichen Fundamentalisten zuordnet.
  Im Islam beschränkt sich die koran-begründete Gewaltbereitschaft nicht auf das kleine Grüppchen des IS.  Der Islamische Staat verfügt über einige zehntausend Kämpfer, hunderttausende Sympathisanten. Er hat in einem Viertel der (gewaltbereiten)
   Muslime seine Rekrutierungsbasis.
▪ Es ist eine Verharmlosung und Verwirrung ohnegleichen, wenn die Pathologien religiös motivierter Gewalt (wie bei den Azteken etwa und eben auch im Islam) mit dem Bild eines Obstsalates charakterisiert werden, das für alle Religionen zuträfe.