Glaubwürdigkeit nach dem Glaubensjahr.  „Kreuzfidel“ in die neue Krise     (28.03.2014)

Von Walter Hoeres

 

Die theologische Erfindungsgabe besteht heutzutage darin, Formen heimlicher Abtrünnigkeit auszutüfteln. Nicolás Gómez Dávila: Auf verlorenem Posten Wien 1992 S. 95

Markt der Beliebigkeiten

Kaum ist das Jahr des Glaubens vorbei und schon wird offenbar, dass auch diese neue Anstrengung, die  Glaubenskrise schlicht und einfach durch die Ausrufung ihres Gegenteils zu bekämpfen, ein Schlag ins Wasser war. Wie uns bei einer Tagung des „Arbeitskreises Frankfurter Katholiken“, die auf Anregung des erfahrenen Schulverwaltungsbeamten Werner Rothenberger am 22. Februar stattfand, an ebenso überzeugenden wie schockierenden Beispielen gezeigt wurde und auch in den zahlreichen Berichten deutlich wird, die uns selbst erreichen, hat sich am Desaster des Religionsunterrichtes nichts geändert, wobei  gelegentliche Ausnahmen die Regel bestätigen. Nach wie vor wird er als Markt der Beliebigkeiten und als vergleichende Religionskunde präsentiert, die schon als solche den Irrtum zementiert, die verschiedenen Religionen seien allesamt mehr oder weniger gleichberechtigte Wege zum Heil. Der Widerspruch ist geblieben, den wir schon in unserer aktiven Dienstzeit am laufenden Band erlebten. Die Schüler werden relativ ausführlich über den Islam, über fernöstliche Religionen und Praktiken wie den Buddhismus informiert. Doch die wenigen rhapsodischen Informationen über den eigenen Glauben erinnern eher an ein Potpourri als an systematische Darlegungen, so dass die Absolventen,  also auch die künftigen Pfarrgemeinderäte, Synodalen und Basiskatholiken aller Art ganz unfähig sind, den Reichtum, den organischen Aufbau und den fordernden Charakter unseres hl. Glaubens zu ermessen !

Römische Signale

Übergangslos, so als sei nichts geschehen, setzt sich so die Krise der kirchlichen Glaubwürdigkeit fort, ja sie erreicht mit der unglückseligen römischen Umfrage an die Weltkirche über die herrschenden Vorstellungen und über Anregungen zur katholischen Ehe-und Sexualmoral und die Tatsache, dass unsere Bischöfe inzwischen wie Schuljungen in aller Öffentlichkeit über sie streiten, einen neuen und in der Tat katastrophalen Höhepunkt. Gewiss ist Manfred Spieker Recht zu geben, wenn er in der „Tagespost“ vom 22.2. 2014 darauf hinweist, dass es „in den neun Hauptfragen mit den zahlreichen Unterfragen des (römischen) Fragebogens nicht nur um die Akzeptanz der kirchlichen Lehre über Ehe und Familie geht, sondern immer, ja in erster Linie, um die Kenntnis dieser Lehre, um ihre Verbreitung in den Pastoralprogrammen und der Verkündigung und um Vorschläge zu ihrer Vertiefung.“ Aber hatte man in Rom trotz der bitteren Erfahrungen mit den deutschsprachigen Bischöfen und ihrem aufgeheizten, „aggiornierten“ Publikum nicht so viel Weitblick und Sachverstand, die Wellen der Entrüstung und Distanzierung von der „bisherigen“ katholischen Morallehre vorauszusehen, die die Umfrage ausgelöst hat ?War man in Rom, um ein Wort Adornos zu gebrauchen, so wenig „mit dem Fluch der exakten Phantasie geschlagen“, um nicht zu sehen, dass schon die Tatsache, der Umfrage Dinge zur Disposition stellen würde, die als göttliche Gebote keineswegs zu hinterfragen sind und die nun zum neu aufgelegten Dauerbrenner und erst recht wieder zum Gespött der omnipräsenten lasziven Medien und ihrer Gleichsetzung von ‚politicalcorrectness‘ mit der dominierenden utilitaristisch-hedonistischen Moral animalischen Wohlbehagens geworden sind ?

So aber kam es, wie es kommen musste und von Manfred Spieker exakt beschrieben wurde. Wäre, so sagt er in dem genannten Artikel, die deutsche Bischofskonferenz auf die römischen Fragen „nur halbwegs angemessen eingegangen“, dann „hätte sie selbstkritisch über das Versagen der Verkündigung und der Moraltheologie  seit dem Konzil sprechen müssen“ Schlimmer noch ist wie schon angedeutet der Flurschaden, den unsere Bischöfe, ja Kardinäle anrichten, in dem sie in aller Öffentlichkeit über die Zulassung wieder verheirateter Geschiedener oder doch einzelner Gruppen von ihnen zu den Sakramenten streiten. Auf einer einzigen Seite der „Tagespost“ wird in der Mitte über die Rede Kardinal Kaspers vor dem Kardinalskollegium berichtet, in der für diese Zulassung in „Einzelfällen“ plädiert, während rechts daneben darüber berichtet wird, dass Kardinal Gerhard Ludwig Müller genau das Gegenteil sagt ! Man fragt sich, ob Kasper, der vor Jahrzehnten schon mit den beiden anderen Bischöfen der oberrheinischen Kirchenprovinz Lehmann und Saier für eine solche Zulassung in Einzelfällen plädierte, angesichts der vielen einschlägigen Erfahrungen der letzten fünfzig Jahre nicht bekannt ist, dass solche „Einzelfallentscheidungen“sogleich wie ein Dammbruch wirken, so dass aus der angeblichen Ausnahme fast augenblicklich die Regel wird ! So ist es mit der Handkommunion und vielen anderen Erscheinungen gewesen.

Kaspers Einzelfälle

In seiner Rede vor dem keineswegs begeisterten Kardinalskollegium, welche die FAZ erwartungsgemäß ganzseitig (4. März 2014) dokumentiert hat, reiht sich Kasper ebenfalls erwartungsgemäß in den Reigen derer ein, die nicht müde werden, uns zu versichern, das „zwischen der Lehre der Kirche  über Ehe und Familie und den gelebten Überzeugungen vieler Christen eine Kluft entstanden ist. Die Lehre der Kirche erscheint auch vielen Christen als welt- und lebensfremd“. Aber was wollen uns die Würdenträger, die Damen und Herren Pastoralassistenten und die Vielzahl der „kirchennahen“ Publizisten damit eigentlich sagen ? Es ist doch nichts neues, sondern seit zweitausend Jahren bekannt, dass der Glaube immer schon Ärgernis und Torheit für die Welt gewesen ist, wie das der Kardinal auch  selber im Verlauf seiner Ansprache konstatiert. Zu keiner Zeit hat die Kirche daraus die Konsequenz gezogen, dass wir uns auch nur im geringsten an die Welt anpassen  dürfen, wie das die Heerscharen der Martyrer, der Bekenner und apostolischen Lehrer in ununterbrochener Folge unter Beweis gestellt haben. Ganz abgesehen d davon, dass es hier nicht um Geringes geht!

Ratlose Passivität

Der Unterschied zu früher liegt allein darin, dass heute in diesem düsteren Augenblick der Kirchengeschichte drei Dinge in unheilvoller Weise zusammen kommen. Das ist auf der einen Seite der wahnwitzige Renegatenhaß, welcher der Kirche seit der Aufklärung entgegenschlägt, um im 20. Jahrhundert in die schrecklichsten  Kirchenverfolgungen der Geschichte in Mexiko, in Rotspanien, in der Sowjetunion und last not least im sogenannten „Dritten Reich“ einzumünden und nunmehr in der unterschwelligen Missgunst weiterzuleben, den die veröffentlichte Meinung der  göttlichen Offenbarung entgegenbringt. Das ist zweitens das angestrengte, ja krampfhafte Bemühen so vieler unserer Kirchenführer und Theologen, das unter diesen Umständen der Quadratur des Kreises gleichkommt, dieser Welt von heute ein nahezu unbegrenzter Wohlwollen entgegen zu bringen  und sich dennoch ihr nicht anzugleichen. Und das ist drittens  die aus diesem Widerspruch resultierende Selbstlähmung unserer Bischöfe gerade dann, wenn es um die Fragen der Moral geht, wobei die jahrzehntelange ratlose Passivität freilich jetzt in offenen Streit übergegangen ist.

Opfer und Glaubenskrise

Ganz neu ist diese Entwicklung aber nicht. Schon vor vielen Jahren wies Erzbischof Dyba auf den katastrophalen Zustand an unseren theologischen Fakultäten hin und schon damals hat ihm Lehmann entschieden widersprochen ! Doch genau deshalb, weil der Glaube so schwach geworden ist und nach dem Eingeständnis so vieler unserer Oberer, die diesem Prozess jahrzehntelang wie einem Naturereignis zugeschaut haben, immer mehr „verdunstet“, wagt man auch nicht mehr, aus ihm die einzig wahre und mögliche Folgerung zu ziehen, die für frühere katholische Generationen und das unter weit schwierigeren Lebensbedingungen selbstverständlich war: dass wir als gläubige Christen auch im Bereich der Ehe-und Sexualmoral nicht einfach dahin leben können wie die Kinder dieser Welt, sondern auch Opfer –unter Umständen schwere Opfer – bringen müssen, da die Kreuzesnachfolge keineswegs nur eine Aufgabe für Ordensleute oder besonders „fromme Seelen“ ist. Es geht uns bei diesen Feststellungen ganz und gar nicht darum, in pharisäischer Weise anders denkende und fühlende Zeitgenossen zu verachten ! Vielmehr geht es nur um ein Mindestmaß an Wahrhaftigkeit und damit um den Kampf gegen jenes verschämte Muckertum, das sich sehr wohl noch an die überlieferten Gebote und Moralvorstellungen erinnert, sich aber von  ihnen im weichgespülten Glauben und vorgeblicher Entrüstung über die angeblich inhumanen Zumutungen der Vergangenheit nur allzu gerne dispensiert.

Stereotype Reizformeln

Und so fragt man sich in heilsamem Entsetzen, was die Kirche von heute, die doch so schrecklich gerne mit der Zeit ginge und sich dies dennoch  kraftlos immer von neuem versagen muß, den Beteuerungen entgegenhält die nunmehr unaufhörlich und in stereotyper Eintönigkeit auch in Kirchenzeitungen auf unser armes Haupt ausgegossen werden,  seitdem die römische Umfrage nolens volens diese Lawine der Beschwörungen modernen Lebensgefühles ausgelöst hat. Dabei ist das Erstaunliche, dass auch liberale und kirchenferne Autoren, die sich ansonsten so viel auf ihr „kritisches Bewusstsein“ zu Gute halten, signalhaft wie Gliederpuppen mit den immer gleichen Reizworten wie „Moderne“, „Lebensnähe“ und „Zeitgemäßheit“ auf die immer gleichen Reizfragen reagieren, ohne überhaupt auf den Gedanken zu kommen, Sinn und Tragweite dieser Edelworte zu reflektieren. Das ist ein neuer Beweis dafür, dass die Aufklärung schon immer eher eine Sache der Emotionen und nicht der Vernunft gewesen ist, die selber bei denen, die sich doch unentwegt auf sie berufen, zum Tabu erstarrt ist.

Vor uns liegt die Ausgabe der „Braunschweiger Zeitung“ vom 12. Februar, die uns ein freundlicher Leser aus gegebenem Anlass zugestellt hat. Auf Seite 2 wird mit dem Titel aufgemacht: „Katholiken kritisieren kirchliche Sexualmoral alslebensfremd“ und der Artikel ist sinnigerweise mit einem  homosexuellen Hochzeitspaar garniert, das sich aus Anlass seiner „Trauung“ leidenschaftlich küsst. Auf der gleichen Seite werden fünf katholische Studenten und Studentinnen über die Moralvorstellungen der Kirche befragt und sie sagen in alarmierender Weise alle genau dasselbe: „Das Wertesystem ist teilweise nicht mehr zeitgemäß. Ich verstehe nicht, warum die Kirche auf ihrem Standpunkt beharrt.“ Vor uns liegt auch die Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ vom 2. März, die in gepflegter Langeweile und feuilletonistischer Breite allsonntäglich zu den neueren Erscheinungen aus Politik und Kultur Stellung nimmt. In ihr wird Kardinal Woelki auf einer ganzen Seite Gelegenheit gegeben, sich auf die gezielten Fragen eines Journalisten zu unserem Thema  zu drehen und zu wenden. „Ich will“, so der Kardinal, „keine Schlafzimmer kontrollieren“, als ob dies jemand von ihm verlangt hätte und das der springende Punkt wäre. Immerhin kommt der Berliner Bischof auf eine Idee, wie er sich dem Dilemma entziehen kann, zugleich die bisherige Ehemoral zu verteidigen und für ihre Modernisierung einzutreten. Und das ist die gleiche Idee, die seit dem Konzil ganzen Heerscharen von Theologen als Zuflucht gedient hat, wenn es darum ging, den Glauben zu bewahren und im gleichen Atemzug zu „aggionieren“. Wie brauchen, so Woelki eine neue Sprache. „Dann müssen wir Formen und eine Sprache finden, um unsere positive Sicht von Liebe und Sexualität, Ehe und Familie verständlich zum Ausdruck zu bringen.“

Doch ebenso wenig, wie man die Wahrheit, dass Christus am dritten Tage auferstanden ist, anders ausdrücken kann als ebenso, kann man das Gebot Jesu: „gehe hin und sündige fortan nicht mehr !“ anders ausdrücken und übersetzen als dadurch, dass man auchheute und heute erst recht die Gläubigen an die schwere Gewissenspflicht vor-und ausserehelicher Enthaltsamkeit erinnert. Und daran, dass wir uns hüten sollen, zum Tisch des Herrn zu gehen, wenn wir dazu aus welchen Gründen auch  immer nicht in der Lage sind.

Die wahre Krise

Dass der neue Streit um die Ehemoral nur ein Symptom und eine Folge der Glaubenskrise ist, wird auch daran deutlich, dass so entscheidende Glaubenswahrheiten wie der Charakter der hl .Messe als Sühnopfer, ja selbst der Opfercharakter des Kreuzestodes Christi  ebenso aus dem Blickfeld der Verkündigung geraten sind wie die ständigen Warnungen Christi vor der Verdammnis und dem Gericht. Wie weit wir hier schon gekommen sind, zeigt die wiederholte Beteuerung des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz auch auf die bohrende Nachfrage des Journalisten, der Kreuzestod des Heilandes sei ein Akt der Solidarität mit den Armen und Entrechteten. Um dann erst, als er sah, was er angerichtet hatte, im „Konradsblatt“ sich zu einem halben Dementi zu bequemen und der Versicherung, man könne das Kreuz auch als Opfer deuten und es gebe Leute, die so dächten. Das ist der eigentliche Skandal, der die deutsche Kirche anhaltend erschüttert hätte, wenn sie in diese agonalen Glaubenskrise verssunken wäre und  nicht die Frage, ob der Limburger Bischof zu viel Geld, für sein Diözesanzentrum ausgegeben hat.

Ebenso wie dieser Skandal, der sogleich von unseren amtskirchlichen Beschwichtigungsträgern herunter gespielt wurde, so als habe der Freiburger Erzbischof nur über ein beliebiges Theologoumenon diskutiert, ist natürlich auch die Vorreiterrolle Kaspers bei der Neuinterpretation unserer Ehemoral nur ein neuer Hinweis auf die tiefe Wahrheit des Wortes von Kardinal Sepers, des Vorläufers von Ratzinger im Amt des Präfekten der Glaubenskongregation, dass die Krise der Kirche eine Krise der Bischöfe sei. Schon mehrfach haben wir in diesen Spalten das vernichtende Urteil des damaligen Bamberger Dogmatikers Johannes Stöhr über Kaspers „Einführung in den Glauben“ zitiert, dem wir uns selbst in unserer ausführlichen Besprechung seines Werkes „Theologie und Kirche“ voll anschließen mussten.. Mit Recht beklagt Stöhr, dass von Kasper „so schnell die bedeutenden Theologen des Vatikanum I, z.B. J.Kleutgen, J.B. Franzelin, C. Schrader, V.-A. Dechamps, M.J. Scheeben usw. abgetanwerden ! Schade, dass sich der Autor in einem so grundlegenden Werk so viele emotionale Ausfälle gegen die Neuscholastikleistet, der er sogar Widerspruch gegen die Grundaussagen der Schrift in der Gnadenlehre vorwirft. Kein Wort über die Vorrangstellung der Theologie des hl. Thomas im Lichte der lehramtlichen Äußerungen aller Päpste, nichts  über die von der Enzyklika ‚AeterniPatris‘ ausgehenden neuen Impulse ! W. Kasper meint, die gegenwärtige Situation am ehesten als’Zeit einer zweiten Aufklärung‘ beschreiben zu können, eine ‚Aufklärung der Aufklärung‘ über sich selbst, die ein tiefes Bewusstsein der Relativität der Wirklichkeit und Vorläufigkeit aller Begriffe habe.“ Und genau diesen subkutanen Relativismus, diese Verflüssigung des katholischen Glaubensbegriffes und des Wahrheitsanspruches der Kirche haben wir in unserer eigenen Besprechung analysiert.[1]

Wem unsere Ausführungen zu scharf erscheinen, der möge daran denken, dass durch den neuen Streit über die Ehe- und Sexualmoral die Rechtssicherheit, die man von und in der hl. Beichte erwarten muss, noch mehr zerstört und damit diese selbst noch mehr zum verlorenen Sakrament werden wird. Wer inskünftig bei einem Anhänger von Bischof Ackermann beichten will, wird es leicht haben, wobei sich natürlich die Frage erhebt, ob er hier überhaupt noch die Notwendigkeit und das Bedürfnis verspürt,  das Bußsakrament zu empfangen. Wer hingegen zu einen traditionstreuen Priester geht, wird sich nach wie vor bemühen müssen, im gegebenen Fall „in Sack und Asche“ zu gehen, d. h. sich um eine vollkommene Reue zu bemühen.Doch natürlich war auch der bisherige, schon seit Jahren anhaltende Zusammenbruch der Beichtpraxis auf das irritierende Schweigen unserer Oberhirten zu der Frage, was hier  schwere Sünde sei, die als solche  vom Kommunionempfang ausschließt, zurückzuführen

Kreuzfidel unter dem Kreuz

Die Serie der unsäglichen Peinlichkeiten, die wir in angefangen von den Karnevalsmessen bis zu den  „Auferstehungsfeiern“, die selbst den Tod zum beschwingten Ereignis machen, erdulden, findet in diesem Jahr  ihren Höhepunkt im Limburger „Kreuzfest, das man sinnigerweise unter das Motto „KreuzFidel“ gestellt hat. Unter diesem Motto soll das traditionelle Kreuzfest der Diözese, das in diesem Jahr vom 12. bis 14. September stattfinden wird, ein fröhliches Fest mit viel Musik werden,  wie Bezirksdekan Franz-Josef Kremer versprochen hat. Das Kreuz als Wellness-Station: das dürfte der vorläufig letzte Gipfel jener „Verheutigung“ des Christentums sein, die von Jesus unserem Bruder nicht nur immer wieder  einen „netten Sonntag“, nicht nur die trostreiche Botschaft, dass wir immer schon so angenommen werden, wie wir sind und damit alle, alle in den Himmel kommen, sondern auch Jubel, Trubel, Heiterkeit erwartet. Nachdem man den Bischof von Limburg vergrault ha, lachen dort jetzt die Hühner.

 

 



[1] Johannes Stöhr: Einführung in den Glauben ? Zu seltsamen Auffassungen in einem Buch von Walter Kasper .In: Theologisches November 1982; Walter Hoeres Kirche als Dialogsakrament ? Kaspers versöhnlicher Wahrheitsbegriff. In: Theologisches September 1987