Wer vergibt uns die Schuld?

Wer vergibt uns die Sünden und hilft uns in unserer seelischen Not?

 

Quo vadis – Bußsakrament?

 

wie kann dieses heilsnotwendige Sakrament der Heiligen Mutter Kirche wieder restauriert werden?

 

Unser Vorschlag in kleinen Schritten zur Rehabilitierung dieses, zur Heiligung für die Menschen, notwendige Bußsakrament

der sakramentalen Ohrenbeichte!

 

 

Der Heilige Vater Papst Benedikt XVI. betritt als Beichtvater

am Donnerstag 19.März 2008  bei der Bußandacht mit Austeilung des persönlichen Beichtsakramentes für Jugendliche einen Beichtstuhl im Petersdom,

ein Beispiel für unsere Bischöfe und Priester!

 

1.    Was ist geschehen zum seelischen Schaden der Gläubigen?

 

Seit Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre, im letzten Jahrhundert, wurde in einer Nacht- und Nebelaktion dem Bußsakrament, das lebensnotwendige Medikament für den Menschen, die Bedeutung genommen. Für uns Menschen, die wir heute im Zeitalter des weltweiten Diktates des zerstörerischen Modernismus leiden und unsere christliche Lebensqualität mehr und mehr verlieren, ist die Streichung dieser Therapie aus dem heilsnotwendigen Behandlungsplan der Kirche  durch die Ärzte (unsere Bischöfe)  nicht mehr nachvollziehbar.

Bischöfe und Priester haben als Vollstrecker für die Vergebung der Schuld ein wichtiges Sakrament zur Heilung und Heiligung der menschlichen Seele aus dem Glaubensbewußtsein der Menschen verdrängt. Vom obersten Lehramt der Kirche wurde der Antimodernisteneid nicht mehr zwingend gefordert. (für die Hirten, Lehrer und Priester - somit für den gesamten kirchlichen Klerus - war dieser Eid vorgeschrieben und war dadurch eine sehr große Hilfe für die Gläubigen)  Unsere Hirten müssen auch heute noch die Verantwortung für die anvertraute Herde übernehmen. Da die meisten Hirten in der Zeit der Moderne weitgehendst das Gespür für den Glauben im Menschen verloren haben, fällt Ihnen dieser Dienst der seelischen Heilung besonders schwer. In der vorkonziliaren Zeit wurden die Gläubigen in der kirchlichen Dogmatik, in der Morallehre und in der kirchlichen Ordnung unterwiesen. Die gläubigen Katholiken hatten in der Zeit vor dem 2. vatikanischen Konzil in der katholischen Morallehre einen größeren Überblick, als dies heute manch junger Theologe nach seinem Studienabschluß aufweist.

Im Bewusstsein der gläubigen Katholiken war verankert und wurde gelebt:

·        Die jährliche Beichte in der Osterzeit ist im Kirchengebot verpflichtend vorgeschrieben;

·        Bei einer schweren Sünde muß vor dem nächsten Kommunionempfang eine gültige Beichte abgelegt werden;

·        Vor dem gültigen Empfang weiterer Sakramente, wie Erstkommunion, Firmung, Ehe, beim gottgeweihten Leben vor Ablegung eines Ordensversprechens oder vor dem Empfang einer Weihe war für jeden verständlich, dass hierzu eine sakramental gültige Beichte gehört.

Dieses den Gläubigen ursprünglich vermittelte Wissen wurde über Nacht als nicht mehr notwendig und für die heutige Zeit als nicht mehr sinnvoll vorgestellt.

Denn:

„Nach dem Konzil hat sich alles geändert!!“

 

Wahrheit oder Irrtum??

 

 

2.    Wodurch wurde der Wertewandel in der kirchlichen Moral nach dem 2. vatikanischem  (dem XXI.) Konzil begünstigt und verändert?

 

Das Konzil selbst war ein pastorales Konzil und hat zur katholischen Lehre, Dogmatik und Kirchenordnung keinerlei Aussagen gemacht. In den unterschiedlichen Dokumenten wurden Anregungen gegeben,

Die pastoralen Anregungen von diesem Konzil sind in XVI Dokumenten, die als Dekret, Erklärung oder Konstitution  für die Kirche und für die Welt veröffentlicht worden.

Die Absicht des Konzils mit den diesbezüglichen Anregungen wurde teilweise bis zu einer sträflichen, sich selbst zerstörenden, nachkonziliaren Haltung missbraucht. Änderungen der Spendung dieses Sakramentes wurden von den Bischofskonferenzen ohne Abstimmung mit Rom vorgenommen. Trotz eindringlicher Bitten des Heiligen Stuhls, die kirchlichen Ordnungen, Moralvorstellungen zu beachten blieben ohne Berücksichtigung. Eigenmächtiges Vorgehen der Bischöfe finden wir unter anderem bei:

 

Diese Vorgehensweise wurde leider vom Heiligen Stuhl nicht sofort korrigiert. Hier wird in den nachfolgenden Dokumenten des Heiligen Stuhls immer der ordentliche Weg, die richtige Handhabung aufgezeigt. Auf den bischöflichen Ungehorsam hin, wird teilweise hinzugefügt, der Ortsbischof dürfe, wenn es pastoral erforderlich sei, auch anders entscheiden.

Der Verlust der Erfurcht vor dem Heiligen Bußsakrament, der sakramentalen Ohrenbeichte ist ebenfalls im fehlerhaften Verhalten der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Fehler in der nachkonziliaren Zeit waren:

Diese Verfahrensweisenerweckten und erwecken bei den Gläubigen den Eindruck, das Beichtsakrament sei nicht mehr notwendig. Dieser Eindruck in den Familien wird noch nachhaltig dadurch verstärkt, dass die Beichte vor der Erstkommunion in vielen Gemeinden nicht mehr gefordert wird. Die Begründung liefern die mit der Vorbereitung zur Erstkommunion beauftragten Tischmütter. Deren Auffassung hört sich so an: „was haben so kleine Kinder schon gesündigt? Diese Kinder haben doch nichts zu beichten! Wenn die Kinder in diesem Alter mit der Beichte belastet werden, dann kommen die überhaupt nicht mehr in die Kirche. Erst wenn die Kinder größer seien und mit der Sünde konfrontiert würden, dann sollten sie als Jugendliche oder als junge Erwachsene mit diesem Sakrament konfrontiert werden“. Die Hinführung zum Beichtsakrament wird als allgemeine Belastung zur Seite geschoben. Durch die Eltern, Lehrer und Seelsorger werden die Kinder im persönlichen Gebet ( z.B. Abendgebet ) auf die tägliche Gewissenserforschung nicht mehr vorbereitet. Die Verantwortung vor dem eigenem Gewissen hat somit die Verantwortung vor Gott in Frage gestellt. Die Heilsnotwendigkeit des Bußsakramentes wird nicht mehr erkannt.

 

3.    Die Auswirkungen auf die Gemeindepastoral bezogen auf das moralische Grundverhalten in der katholischen Pfarrgemeinde!

 

In vielen Pfarrkirchen gibt es keine Beichtstühle mehr, bei Renovierungen wurde auf diese oftmals verzichtet, solche wieder aufzustellen.

Nach dem Konzil wurden häufig, anfangs durch Priester bzw. Gemeindeleitung Bußandachten mit einer allgemein gehaltenen Lossprechungsformel angeboten. So enden diese Andachten häufig mit der Zusage, „der Herr lasse Euch die Sünden nach und führe Euch zum ewigen Leben“. Diese allgemein gehaltenen Zusagen wurden und werden bis heute von den Gläubigen als „Lossprechung“ angesehen.

Da in der Sakramentenpastoral die Begriffe wie schwere Sünde oder Todsünde heute vermieden werden, sind alle Sünden gleich. Der Ehebruch ist nicht mehr oder weniger als eine Lüge usw., das Bewusstsein eine Todsünde begangen zu haben, schwindet zugunsten einer protestantischen Auffassung von Sündenvergebung. Aus dem Verständnis, dass nur der Priester die Lossprechung von Sünden nach dem persönlichen Bekenntnis der Sünden vornehmen kann, hat sich die eigentliche sakramentale Handlung in eine allgemeine oberflächliche, oft durch Laien gehaltene Vergebungsbitte hinein entwickelt. So haben plötzlich die Laien die Bußandachten übernommen. Die Priester saßen neben den Gläubigen in den Bänken und haben mit den Gläubigen daran teilgenommen. Aber am Schluß wurde durch die Laien  die  neue und nunmehr allgemein gültige Lossprechung übernommen, „ der Herr lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben“.  

Dieser Modus wurde dadurch verstärkt, dass durch die Laien, die teilweise den Wortgottesdienst bei der Heiligen Messe mitgestalten, nach dem Kyrie – Ruf die allgemeine Vergebungsbitte vorgetragen wurde und auch weiterhin vorgetragen wird.

 

 

Durch Unachtsamkeit, falsche Toleranz gegenüber dem Laizismus und krankhaften Feminismus in der Kirche wurde und wird sehr viel Schaden angerichtet und die Gnadenmittel der Kirche werden fast vollständig zum Erliegen gebracht

   

4.    Wie kann das Verständnis um das Gnadenmittel des Bußsakramentes für uns Menschen in unserem katholischen Glauben erneuert und mit Glaubensleben neu gestärkt werden?

 

 

Unsere Bischöfe haben als Lehrer, Hirten und Priester die Aufgaben, mit Hilfe der ihnen zugeordneten Priester und Diakone den Gläubigen das Leben aus dem Glauben zu ermöglichen und in diesem Leben zu unterstützen.

Die Lehre der Kirche, in Treue und in Einheit mit dem Nachfolger des Apostelfürsten Petrus, dem Bischof von Rom und Papst der Katholisch – Apostolischen -  Kirche den Menschen ohne Veränderungen und ohne Abstriche zu vermitteln.

Hierzu gehört auch die ungekürzte katholische Sakramentenlehre, somit auch das vollständige Verständnis über das  Bußsakrament. 

Da dieses Verständnis nicht mehr besteht, muß jede Anstrengung unternommen werden diesem Sakrament in Zusammenarbeit des Bischofs mit seinem Klerus wieder den gebührenden Platz einzuräumen.

Hierzu geeignet sind alle kirchlichen Festzeiten in deren Feierzeitraum häufiger die Feier der  Heiligen Messen und somit der Empfang der Heiligen Kommunion gehört.

 

Diese Zeiten mit der nötigen Vorbereitung sind:

 

und die Vorbereitung auf

 

sowie ähnliche andere kirchliche Feste. Diese und ähnliche Feste im Kirchenjahr sind besonders geeignet, in aktiver Zusammenarbeit des Bischofs mit dem gesamten Klerus  der Diözese das Verständnis zum Bußsakrament  und den dazugehörenden Riten wieder in das Bewusstsein  zu rücken. Die Gläubigen müssen wieder erkennen, der Bußgottesdienst ( besser als Bußandacht bezeichnet ) gehört in die Vorbereitung zur sakramentalen Ohrenbeichte und ersetzt in keiner Weise die sakramentale Beichte.

Die Vorbereitungen für diese Festzeiten sollten auf allen Ebenen einer Diözese, auf drei oder viere  Ebenen nacheinander stattfinden.

Dies könnte oder müsste je nach Struktur der Diözese wie folgt vorbereitet werden:

 

und

 

eine Liturgie als Bußandacht mit einer sakramentalen Ohrenbeichte, jeweils mit mehreren Beichtvätern.

 

Das Beispiel des Ablaufes einer solchen Maßnahme orientiert an der Möglichkeit der Bistumskirche:

 

 

Bei den Vorbereitungen auf diese Festzeiten ist es sehr sinnvoll, die erste Maßnahme  beginnt in der Bischofskirche und wird zeitlich versetzt in den anderen Regionen durchgeführt, so dass die letzte Maßnahme in der Pfarrei oder im Pfarrverband selbst stattfindet.

 

Der persönliche Einsatz des Bischofs mit den Priestern und auch Diakonen für die Notwendigkeit dieses Sakramentes wird in jedem Bistum dazu beitragen, das Bußsakrament wieder in das Bewusstsein der Gläubigen zu rücken.

 

Um den Einsatz des Bußsakramentes in der Sakramentalität der ganzen Kirche wieder besser zu unterstützen, sollte künftig jede Heilige Messe immer mit dem Schuldbekenntnis  „Ich bekenne Gott dem Allmächtigen…..“  beginnen. Der Beginn mit einer der beiden anderen Eröffnungsformen der Heiligen Messe sollte immer ein Ausnahmefall sein.

 

Ohne Notwendigkeit wurde die Praxis des Empfanges des Bußsakramentes aus unseren Kirchen verbannt. Nur in gemeinsamer Rückbesinnung aller in der Kirche Tätigen und Gläubigen kann das Sakrament der Buße wieder seine volle Geltung und Wirkung erreichen.

 

 

Zeichen:      SKLa                                                                                         Datum:         07. APRIL 2008