Die deutschen Bischöfe basteln sich weltlich orientierte Gemeinden    (29.06.2014)

 

Der Pfarrer Michael Theuert der katholischen Pfarrei Sanctissima Eucharistia in Berlin Teltow beschreibt in diesem Artikel auf der Seite „katholisches.info“  die Misere der katholischen Kirche in Deutschland aufgrund seiner Erfahrung im Bistum Berlin. Er schreibt in brennender Sorge um den Zustand der deutschen Kirche und weist dabei auf folgende kritische Punkte hin:

·         Die Änderung des Priesterbildes

·         Den Etikettenschwindel der neuen Pastoral, in der alle sich als Seelsorger bezeichnen lassen, Geweihte und Nichtgeweihte unabhängig davon, ob sie wirklich etwas für das Seelenheil der Gläubigen tun können – wie die Spendung sämtlicher Sakramente –oder nicht.

·         Die Amtsbehinderung der Pfarrer durch selbstgeschaffene Strukturen

·         Der Verlust des Hirtenamtes und der sakramental hierarchischen Struktur der Kirche

·         Die Ignorierung klarer theologischer Vorgaben.

·         Die Selbstbeschädigung des Hirtenamtes.

·         Das Grundübel von allem heißt wie am Anfang der Geschichte , so auch heute „Non serviam.“

Der Artikel und die darin vorgetragenen Sorgen um die Kirche  stehen in einem inhaltlichen Zusammenhang mit dem kürzlich auf dieser Seite erschienen Artikel unseres Mitgliedes Prof. Dr. Gross:

„Der Zölibat wird heute nicht mehr verstanden –aber nicht nur dieser – die neue Sprachregelung der Amtskirche.“

Der Nachtrag lässt die erschreckende  Hilflosigkeit der heutigen Hirten erkennen:

Das Bistum Berlin sendet die zukünftigen Großraumpfarrer zur Schulung auf die Philippinen!!!

Nicht verschwiegen werden darf auch eine von mehreren sorgenvollen  Zuschriften an „katholisches.info“

 

Der Leser „Hicesthodie“ schrieb am 27. Juni 2014 um 17:03

Ich bin sehr besorgt über das Schicksal von Pfarrer Theuerl und hoffe, er war sich, als er diesen Brief veröffentlichte, im Klaren war über die Konsequenzen. Man wird ihn, der es als erster Priester einer ostdeutschen Diözese wagt, offen die neuen pastoralen Strukturen zu kritisieren, in der Luft zerreißen und all das, was er richtig analysiert, als krude Äußerungen eines Psychopathen verunglimpfen. Wenn ihm jetzt nicht viele Priester und auch Laien unterstützen, wird es keinen Platz mehr für ihn in der schönen neuen Kirche geben.

 

Die deutschen Bischöfe basteln sich weltlich orientierte Gemeinden

Von Hochw. Pfr. Michael Theuert Pfarrei Sanctissima Eucharistia in Berlin Teltow

 

Der Priester darf in Zukunft zwar immer das erste Wort haben, aber niemals das letzte.

Im letzten Jahr erlebte der Leiter des Päpstlichen Werkes für geistliche Berufe, Diakon Thomas Marin, eine Überraschung. Als er in sein Büro im Ordinariat kam, waren alle Sachen vor die Tür gestellt, stand ein neues Schild an der Tür: Gemeindebegleitung. Das Neue verdrängt das Alte!

Der BDKJ vergibt jährlich einen Demokratieförderpreis für erfolgreiche Demokratiebemühungen in der Kirche. Das zu fördernde Neue soll das Alte verdrängen!

Ein deutscher Jesuit hat den Weg zu einer neuen Kirche auf die Formel gebracht: Von der Pyramide zum Runden Tisch (mit Pyramide meint er, daß etwas von oben nach unten weitergegeben wird; beim Runden Tisch gibt es kein oben und unten). Der Priester dürfe in Zukunft zwar immer das erste Wort haben, aber niemals das letzte. In der neuen „kooperativen Pastoral“ einer geschwisterlichen Kirche seien alle Seelsorgerinnen und Seelsorger. Der Runde Tisch – ein politisches, weltliches Modell – soll an die Stelle der katholischen Kirche treten. Auf allen Ebenen der Kirche laufen Bemühungen, dieses neue Kirchenmodell durchzusetzen.

Kein Hirtenamt – keine Kirche

Man kann es als die Grundhäresie der westlichen Kirche bezeichnen: die theoretische und faktische Abschaffung des Hirtenamtes, des Apostolischen Amtes und der sakramental-hierarchischen Grundstruktur, die zum Wesen der göttlichen Stiftung Kirche gehört und ohne die man nicht mehr von Katholischer Kirche sprechen kann.

Genauso wie wir argumentieren, daß mit der Aufwertung der „Homo-Ehe“ die Ehe und Familie relativiert und letztlich zerstört wird, muß man sagen, daß mit der angeblichen Aufwertung der Laien das Apostolische Amt relativiert und die Ortskirche zu Grunde gerichtet wird. Man kann nicht etwas zugestehen, was dem anderen objektiv nicht gegeben ist. Ein alter Spruch sagt: ein Pferd bleibt immer ein Pferd, und wenn man es noch so oft in eine Garage schiebt.

Die Methode des Teufels lautet: einbinden und dadurch unwirksam machen!

Nach dem Krieg machte man in der DDR eine Einheitswahlliste mit allen Parteien, „Nationale Front“, weil angeblich die Probleme sehr groß waren und man nur einheitlich etwas bewegen kann – Ende der Demokratie!

In der Bischofskonferenz sagte man Erzbischof Dyba, er solle mit dem Mahnläuten am Tag der Unschuldigen Kinder aufhören – das Anliegen sei so wichtig, daß man eine ganze „Woche für das Leben“ machen müsse, deutschlandweit und sogar ökumenisch (obwohl man sich doch darüber klar sein mußte, daß beim Thema Lebensschutz bei der evangelischen Kirche nichts zu holen ist) – jetzt erlebt man fast einen Totalausfall bei diesem wichtigen Thema Abtreibung, wo es um Leben und Tod von Tausenden geht.

Letztlich wird die Einbindung des Priesters in eine sog. Pastoral des Runden Tisches zum Ende des Priestertums führen, denn welcher Priester oder Priesterkandidat möchte sich ständig herumärgern mit Leuten, die auch jetzt schon ihre „Informationen“ und „Ideen“ aus Internetforen (auch kirchenfeindlichen) beziehen und einbringen werden; man denke nur an „Kinderkirche“, Liturgiekreise, Kampf um die Durchsetzung des Diakonats der Frau …

Es macht keinen Sinn, schon beim Stand 2014, wo viele sich nicht mehr einig darüber sind, was katholischer Glaube ist, solche Runden Tische zu organisieren, wo offensichtlich zusehends die gemeinsame Basis schwindet und man nicht bereit ist, sich am Katechismus und an der Lehre der Kirche zu orientieren.

Man mag noch so oft betonen, das Hirtenamt werde nicht beschädigt – das Gegenteil ist der Fall bei der „Pastoral des Runden Tisches“. Denn schon rein menschlich wird der Pfarrer auf Dauer sich nicht gegen die Leute am Tisch stellen wollen. Bestenfalls wird er die Rolle als Moderator einnehmen. Das ist aber nicht das Hirtenamt. De facto liegt eine Amtsbehinderung des Pfarrers durch selbstgeschaffene Strukturen vor, die dem Kirchenrecht widersprechen. Jeder, der ein bisschen Ahnung von den jetzigen Problemen beim Personal in den Pfarreien hat, weiß, daß der beabsichtigte Plan rein psychologisch niemals funktionieren wird und darüber hinaus dem Wesen der Kirche widerspricht.

Das Resultat wird kein anderes sein als Streit, Sich Zurückziehen, Dienst nach Vorschrift, Verantwortungslosigkeit oder Burn out und gänzliches Weggehen. Man kann nicht in protestantischen (?) Strukturen katholisch bleiben, selbst dann nicht, wenn die Leute alle ganz nett sind.

Welches Recht gibt es heute, in das Wesen der Kirche einzugreifen?

Warum kann man nicht dem Beispiel Bernhard Lichtenbergs folgen, der in Charlottenburg eine Pfarrei mit 36.000 Katholiken leitete? Er hatte seine Kapläne, die er anleitete, Anweisungen gab; und diese wiederum hatten vor Ort ihre Helfer – unendlich viel mehr Beichten, Kommunionen, Krankensalbungen, Messen … als irgendwo heute im Erzbistum Berlin. Welches Recht gibt es heute, in das Wesen der Kirche einzugreifen? Die pastoralen, großen seelsorglichen Anforderungen der Zukunft können wohl nicht der Grund sein.

Man muß nicht neue Strukturen (Pastoraler Raum) oder neue Titel (Pfarrvikar, der nicht mit dem gleichnamigen Titel im CIC identisch ist!) erfinden – Eigenschöpfungen, theologisch und kirchenrechtlich nicht vorgesehen – , sondern man kann ganz normal alle katholischen Strukturen und Titel verwenden, z. B. auch für das Gebiet eines Dekanates: Es gibt einen Pfarrer, mehrere Kapläne, die sich wieder Helfer suchen, sie vor Ort schicken und Anweisungen geben (dazu braucht man keine Pastoralreferenten, die sich im Vespermantel auf den Priestersitz setzen und sich freuen, einen Gottesdienst „selbständig“ zu leiten – nein da betet man Rosenkranz, Laudes, Vesper, oder eine Andacht aus dem Gotteslob, um den falschen Eindruck zu vermeiden, Gottesdienst sei Gottesdienst). In den Zeiten der Verfolgung in Rußland haben sich gläubige Laien beim Vorbeten, Beerdigen, Taufen … immer als Provisorium, als Platzhalter für den Priester verstanden. Daß das hier heute auch so ist, kann man bezweifeln. Auch eine Pfarrei mit über 36.000 Katholiken kann man auf katholische Weise leiten.

Man ist verwundert, daß klare theologische Vorgaben ignoriert werden. Die Pastoral machen immer die „Pastores“ (Apostolisches Amt – Priestertum – Leitungsamt gehören zusammen); Laien (auch mit hoher Ausbildung) sind immer Helfer in der Seelsorge. Als vor vielen Jahren die Seelsorgehelferinnen (so die richtige theologische Bezeichnung) sich in Gemeindereferenten umbenannten, hat offensichtlich niemand den tieferen Hintergrund und Bewußtseinswandel bemerkt: nicht mehr Helfer sein wollen (- non serviam!)! Aber wenn man seine theologische Position nicht richtig erfaßt oder gar ablehnt, dann ist die Auseinandersetzung vorprogrammiert. Leute, die nicht dienen wollen und etwas anderes im Sinn haben, können wir in der Kirche nicht brauchen, weder bei Priestern noch bei Helfern in der Seelsorge. Sie sind eine Karikatur, wie Papst Franziskus sagt.

Ebenso ist es ein fataler Fehler, wenn Bischöfe mancherorts eine Frau mit der Leitung des Seelsorgeamtes beauftragen. Man leistet damit der falschen Auffassung Vorschub, dass eine Seelsorge offensichtlich auch ohne Sakramente funktionieren kann – eine Mißachtung des inkarnatorischen Prinzips!

Ganz klar muß man die Theologie, das richtige (nicht gefühlte!) Konzil und auch die Instructio von 1997 (zu einigen Fragen der Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester) beachten. Je mehr man sich weigert, theologische Grundsätze zu akzeptieren, umso mehr Verwirrung und falsche Ambitionen greifen um sich, die dann einem Selbstlauf unterliegen. Bei allen theologischen Fragen muß man zuerst die Dogmatik bedenken (was ist Sache) und dann erst die Pastoraltheologie (was kann man damit machen); nicht die Frage: Wie bekommen wir alle unter einen Hut, sondern zuerst die Frage: Wo liegt der Hut.

Deutsche Bischöfe ignorieren das Kirchenrecht

Immer mehr Laien werden im Ordinariat Berlin eingestellt; wie jemand aus dem EBO sagte, allein im letzten Jahr 30 Leute – viele im „ideologischen“ Bereich (hochbezahlt und nicht wieder zu entlassen). Selbst bei reinen Priestertreffen (Dies sanctificationis) können Priester nicht mehr unter sich sein (kürzlich am 14. Mai waren fünf Laien den ganzen Tag anwesend – was kostet wohl eine Stunde Arbeitszeit?). Offensichtlich sollen Laien das Ganze „durchmischen“, zu einem Bewußtseinswandel führen („wir sind Kirche“), sind gewisse Umerziehungsmaßnahmen geplant, wohl auch „Gehirnwäsche“, weil man ein falsches Kirchenbild penetrant wiederholt.

Viele Priester sind jetzt schon in ihrem Hirtenamt eingeschränkt, degradiert zu Angestellten des Pfarrgemeinderates, von Liturgieausschüssen, ökumenischen Arbeitskreisen … Trotz mehrfacher Aufforderungen an die Bischöfe, die Satzungen in Übereinstimmung mit dem Kirchenrecht zu bringen, nach dem der Pfarrer einen Pastoralrat zu leiten hat, bleibt man stur mit dem Hinweis auf deutsches Sonderrecht, nach dem der Pfarrgemeinderat das Laienapostolat zu koordinieren hat. Liest man aber in den Protokollen, dann merkt man, daß fast überhaupt nichts von Laienapostolat vorkommt … Manchmal ist das Verhältnis sehr gespannt, und Pfarrgemeinderäte setzen dem Pfarrer sehr zu (manchmal hat der Pfarrer de facto die Leitung der Pfarrei abgegeben, um seine Nerven zu schonen). Aber selbst wenn das Verhältnis nicht sonderlich belastet ist, muß man sagen, daß man niemals auf Dauer falsche Strukturen mit guten Leuten retten kann.

Der gewaltige „Umgestaltungsprozess“ der über Jahre inszeniert wird, steht in gar keinem Verhältnis zu der kleinen Diasporakirche in Berlin, geschweige denn zur Glaubenssubstanz. Man wirbelt viel Staub auf, macht alles wichtig und kompliziert, stellt viele Leute ein – am Ende soll eine andere Kirche stehen: Das Modell vom Runden Tisch.

Es muß ja nicht immer Messe sein am Sonntag!?

Schon allen im Bistum zu suggerieren, sie könnten mitreden, wirft das Problem auf, wer sind alle? Die jeden Sonntag zur Messe kommen? Oder Weihnachten und Ostern? Oder die auch noch zur Beichte gehen? Auch die, die sagen, es müßte ja nicht immer Messe sein am Sonntag? Gibt es da eine Wertigkeit? Und wer wird die Frustrierten besänftigen, die man auf den Plan gerufen hat? Und was sollte das für einen Sinn haben, daß jede Gemeinde sich ihr Profil überlegt, und dann, mit wem sie sich zusammenschließen und ergänzen könnte? Abgesehen davon, daß Gemeinde mehr ein evangelischer Begriff ist (wir sprechen immer von Kirche), macht es überhaupt keinen Sinn, sich aufzuzählen, daß man etwa einen guten Kirchenchor hat oder gute Kinderarbeit oder gute ökumenische Kontakte, weil das erstens überhaupt nicht zum Wesen der Kirche gehört und zweitens sich schnell ändern kann. Wenn man heute eine gute Jugendgruppe hat, dann müßte man aus Erfahrung wissen, daß im Jahr 2020 kein einziger von diesen Leuten mehr in der Jugendgruppe sein wird – es sei denn als „Berufsjugendlicher“. Es macht keinen Sinn, auf Vergängliches und Unwesentliches zu setzen. Die Kirche lebt aus der Eucharistie und den Sakramenten und ist nicht Menschenwerk.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß wenn ein Priester zum Gottesdienst kommt, sich dort niemand finden könnte, der für die Alten anschließend einen Kaffee kocht und einen kleinen Glaubensgesprächskreis mit dem Pfarrer vorbereitet. Ebenso bei Jugendbegegnungen und Katechesen für interessierte Erwachsene. Das alles wird sich in bescheidenem Rahmen abspielen. Offensichtlich werden auch in Zukunft nicht mehr als 10 % der Gottesdienstbesucher eine zusätzliche kirchliche Veranstaltung besuchen. Wir sprechen also nicht von zigtausenden, für die wir neue Leute einstellen müßten. Schon von diesen Zahlen her und der zentralen Bedeutung der Hl. Messe wird man den Schwerpunkt nicht auf die 10 % zusätzlichen pastoralen Aktivitäten setzen dürfen, sondern auf das Wesentliche: die würdige Feier der Hl. Messe.

Christus baut die Kirche

Die Kirche wird von Christus (nicht durch menschliches Engagement) aufgebaut durch die Eucharistie: Der eucharistische Leib baut den mystischen Leib – die Kirche – auf. Der Mensch ist vor Gott ein Empfangender; Der Glaube kommt vom Hören, nicht vom Machen. Je tiefer ein Mensch mit Christus verbunden lebt, umso mehr drängt es ihn, auf die Liebe des Herrn zu antworten.

Das Tun des Menschen ist immer Antwort, Reaktion – und etwas anderes als das Engagement in einem Verein, wo man etwas bewegen will. In dem einen Fall ist der Mensch Urheber des Tuns, in dem anderen Fall ist Christus der Urheber – das ist ein Unterschied. Das scheint in der Pastoral nicht immer ganz klar zu sein.

In den letzten Jahren sind wir sicher gefühlte 100 Mal in verschiedene Richtungen aufgebrochen. Die permanente Rede vom Aufbruch zeugt von Realitätsverlust (es gibt aufs Ganze gesehen keinen Zuwachs an Gottesdienstbesuchern, Beichten, Trauungen, Taufen …). Realitätsverlust auch im geistlichen Sinn, weil man meint, man könnte Aufbrüche machen. Gott ist uns immer nahe (nicht nur wenn wir Erfolgsmeldungen verbreiten); wir müssen uns nur bemühen, am Weinstock zu bleiben – ER entscheidet, welche Früchte ER wann wachsen lässt.

Diese Früchte vom Weinstock Christus können aber nur geschenkt werden in der Verbundenheit mit IHM in Seinem Leib, der sakramental-hierarchisch verfassten Kirche – nicht an einem selbstgezimmerten Runden Tisch mit phantastischen Kirchenträumen eines Tischlein deck dich.

Pfarrer Michael Theuerl
Teltow, 29. Mai 2014

Nachtrag

Die erwählten „Großraumpfarrer“ werden noch in diesem Jahr zur „Schulung“ auf die Philippinen geschickt (kein Witz!). Dort sollen ihnen unsere Laien aus dem EBO zeigen, wo es lang geht. Skandalös nicht nur wegen der zigtausenden Euros (vor kurzem haben viele einfache Gläubige mit ihren Groschen dem hochverschuldeten Erzbistum geholfen), sondern auch weil es sich um einen ganz anderen Kulturkreis mit eigener Geschichte handelt; am meisten aber, weil es sich um eine ideologische Schulung handelt (die Schulung der Hirten erfolgt ausschließlich durch Laien, da ist in der Einladung die Rede von einer partizipativen Kirche; am Sonntag – steht auf dem Programm – feiert man den Gottesdienst mit einer Gemeinde als Wortgottesdienst, von einem Laien geleitet …).

Vielleicht macht der große Seelsorger Bernhard Lichtenberg ein Wunder (und damit seine Heiligsprechung).

„Die Taten eines Menschen sind die Konsequenzen aus seinen Grundsätzen; sind die Grundsätze falsch, dann werden die Taten nicht richtig sein“, so der selige Bernhard Lichtenberg. Und ein anderer Grundsatz von ihm: die Dinge klar und furchtlos benennen und danach handeln.

Beten wir um den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, der Wissenschaft und der Frömmigkeit!

Im Gebet verbunden

Pfarrer Michael Theuerl
3. Juni 2014