Frustrierte Modernisten unken aus dem Ordinariatsuntergrund (28.11.12)

SPIEGEL, FR, KStA, NNP, RhZ:  Stimmungsmache gegen Bischof und Kirche

Der SPIEGEL schrieb in seiner Brandbrief-Story vom 15. 11. 2010:
Bald nach dem Amtsantritt von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst „verloren Protagonisten der Kamphaus-Kirche ihre Posten oder suchten freiwillig das Weite“. Der SPIEGEL-Autor Peter Wensierski rechtfertigte mit seinen schnoddrigen Formulierungen – sicherlich unfreiwillig – den Kurs des neuen Bischofs: Denn wenn wirklich das Bistum von „Protagonisten“ zu einer „Kamphauskirche“ umgebaut worden war, dann war es sicherlich richtig und wichtig, diese „Posten“-Jäger rasch zu entlassen oder ihnen den Abgang ins Weite nahezulegen. Aber woher wusste der SPIEGEL von solchen internen Vorgängen und Einschätzungen?

Bevor dem Magazin aus Hamburg einiges zugesteckt wurde, instrumentalisierten die „Protagonisten der Kamphauskirche“ die Lokalredaktion der Nassauischen Neuen Presse für ihre Zwecke, um gegen den Kurs des neuen Bischofs zu intrigieren. Das Signal zur Bischofshatz war für die modernistischen Kräfte im Limburger Ordinariat wohl die Absetzung des Wetzlarer Dekans Peter Kollas im Sommer 2009. Der hatte eine kirchliche Segensfeier für Homosexuelle ohne Absprache mit dem Bischof und gegen kirchliches Recht durchgeführt. Die Gegner des neuen Bischofs lancierten am 6.9. in der Nassauischen Neuen Presse einen Artikel, der erstmals einen scharfen Gegensatz zwischen altem und neuem Bischof, zwischen ‚Kamphauskirche’ und ‚Rom-Kirche’ konstruierte: „Kamphaus war Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst ist ein Beamter Roms.“

Seither überstülpen die Modernisten ein gegensätzliches Amts- und Kirchenverständniss jeder Entscheidung und Äußerung des neuen Bischofs – also etwa: konservativ statt liberal, Kirchenrecht statt Pastoral, klerikal statt synodal, autokratisch statt kooperativ, selbstherrlich statt kommunikativ, liturgiefixiert statt weltoffen, frömmigkeitsgewendet statt  sozial orientiert etc. Diese zugespitzten Gegensatzkonstrukte haben mit der Wirklichkeit wenig gemein. Es sind Kampfbegriffe, Wörter als Waffen, mit denen Rufmord gegen den Bischof betrieben wird.

Die Medien schießen sich auf den neuen Generalvikar Dr. Kaspar ein

Der Kölner Stadtanzeiger spricht in seinem Artikel vom 30.8.2012 davon, dass der Bischof seinen Generalvikar Dr. Franz Kaspar im September 2009 „im Handstreich“ eingesetzt habe. Diese interpretatorische Formulierung des FR-Journalisten Joachim Frank, einem ehemaligen Priester aus dem Bistum Münster, könnte aus höherer Etage im Limburger Ordinariat stammen. Der Generalvikar unter Bischof Kamphaus, Dr. Günter Geis hatte ursprünglich beteuert, dass er gerne noch eine Zeitlang zur Verfügung stehe, “um unseren neuen Bischof beim Start im Bistum zu unterstützen. Irgendwann bitte ich dann aber um eine Ablösung.“

Bei der tatsächlichen Ablösung eineinhalb Jahre später soll es jedoch zum Bruch zwischen dem Bischof und seinem Generalvikar gekommen sein. Die Nassauische Neue Presse will laut Artikel vom 22. 9. 2009 gehört haben, dass Dr. Geis dem Bischof in „internen Diskussionen widersprochen“ habe. Die Zeitung drückt nach dem  verfestigten Klischee den beiden Prälaten das Gegensatzpaar ‚Bistumstradition gegen klerikale Romtreue’ auf. Das war eine polemische Verdrehung. Denn die Differenzen bestanden eher in der Art der Bistumsleitung: Dr. Geis verstand sein Generalsvikars-Amt eher als Moderator zwischen verschiedenen Strömungen im Bistum, Bischof Tebartz-van Elst und sein neuer Generalvikar dagegen stehen eher für Leitung und Führung des Bistums, wie es die bischöfliche Aufgabe ist.

Den modernistischen Kräften passt diese Bistumsleitung nicht. Sie schießen sich auf den neuen Generalvikar als vermeintliche Schwachstelle ein: Dr. Kaspar sei „mit 71 Jahren zu alt“ für das Amt – so die Nassauische. Joachim Frank sagt ihm „Selbstherrlichkeit und Mangel an Sensibilität“ nach; ein Leser bringt das ordinariatsinterne Gerede vom „schwarzen Abt“ ins Spiel. Auch die miese Beschimpfung von Bischof und Generalvikar als „Duo infernale“  stammt anscheinend aus Schandmäulern gutbezahlter ‚Mitarbeiter’ des Bischofs.  

Medien-Klischees über den Bischof

Der Journalist Joachim Frank deutet in seinem Artikel die Verzerrung von  Bild und Bewertung des Limburger Bischofs in der Öffentlichkeit an: Was anderen Vielfahrern an Komfort zugestanden wird – also einen größeren BMW für 80.000 Fahrtkilometer an Dienstreisen jährlich -, wird bei Bischof Tebartz-van Elst als pompöses Gehabe eines Premium-Reisenden mit einer „Luxuskarosse“ angeprangert.
Auch das ständige Maßnehmen an dem überidealisierten Bild des Vorgängers lässt dem neuen Bischof keine faire Chance zur Wahrnehmung und Anerkennung seines eigenen Stils. Je mehr der Vorgänger zu einem volksheiligen Bischofs-Asketen hochstilisiert wurde, desto stärker formatierte man den neuen Oberhirten zu einen Prunk- und Protz-Bischof.  

Schließlich stellt Frank einen eklatanten Widerspruch fest zwischen dem öffentlich vermittelten Bild des neuen Bischofs und seiner tatsächlichen Arbeit und Amtsführung: In der Öffentlichkeit wird der Bischof als autokratisch und selbstherrlich dargestellt, „dickköpfig und beratungsresistent“. Ein Leser ergänzt: „wenig kommunikativ und unkooperativ“. Gremien würden „ausgebremst“.

Dagegen zitiert Frank einen „engen Mitarbeiter“ des Bischofs: „So viele Begegnungen und Dialog wie in der Amtszeit von Tebartz-van Elst gab es vorher nicht“. Der Limburger Diözesan-Bischof nimmt sich viel Zeit für Gespräche mit Katholiken, wo immer er in Gemeinden zu Besuch ist. Besonders intensive Begegnungen mit Bistumsgläubigen führt er auf Wallfahrten und Pilgerreisen. Auch mit den Priestern seiner Diözese pflegt der Oberhirte - über die amtliche Kommunikation hinaus – regelmäßig persönliche und geistliche Gespräche.

Ebenfalls intensiviert der neue Bischof die interne Kommunikation mit den diözesanen Gremien. Er höre sich vor Entscheidungen grundsätzlich die Stellungnahmen der Beratungsgremien an – bemerkt der Bischof – und folge in 90 Prozent der Fälle ihren Empfehlungen. Bei dem längerfristigen Projekt „Bereitschaft zu Bewegung“ sind die gemeindlichen und regionalen Gremien sogar besonders weitreichend mit  Aufgaben betraut worden.

Wir backen uns einen Bischof zum Abwatschen

Wie kommt es dennoch zu so einem falschen Öffentlichkeitsbild von einem Bischof, dessen Bereitschaft zu Gesprächen und Zuhören sehr viele Mitarbeiter und Gläubige, in Gemeinden und Gremien völlig anders erfahren?

Das öffentliche Bischofsbild ist ein reines Medienklischee – im Sinne eines abgewandelten Medienslogans: ‚Bild dir einen Bischof’. SPIEGEL & Co.  stützen sich dabei auf Aussagen und Bewertungen von wenigen progressistischen Priestern, auf einige modernistische Frustschiebern im Ordinariat sowie auf die Nörgeleien von randständigen „Wir-sind-Kirche“-Leuten.

Oder ist es nicht doch die gelegentlich bemängelte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bistums, die schuld sei an dem schlechten Medienbild des Bischofs?
Der Chefredakteur der Nassauischen Neuen Presse, Joachim Heidersdorf, meint in einem Kommentar am 21. 8. 2012: Gegen die „billige Stimmungsmache“ der Medien kann der Bischof nicht ankommen. Er kann machen, was er will – es wird ihm negativ ausgelegt.

So ist es: Die Medien backen sich ein Bild vom Bischof, um ihn anschließend abzuwatschen. SPIEGEL und stern, Rhein-Zeitung und Frankfurter Rundschau gehen mit festgezurrten Vorurteilen an das Thema ‚Bischof von Limburg’ heran. Sie vermeiden strikt eine gründliche Recherche zu Arbeit und Amtsführung des Bischofs. Sie wollen auch die wirklichen Meinungen und Stimmungen der diözesanen Gläubigen sowie von Mitarbeitern in Gremien und Ordinariat gar nicht hören und sie aufgreifen.

Vielmehr lassen sie sich ihre Vorurteile gezielt von verbitterten Modernisten im Ordinariatsuntergrund bestätigen oder den Dauer-Nörglern um Pfarrer Janssen. Diese randständigen Katholiken werden dann der ahnungslosen Öffentlichkeit als Repräsentanten der 600.000 Katholiken des Bistums präsentiert. In dem SPIEGEL-Filmbericht vom 20. 8. wurde der Theologe und Trauerbegleiter Frank Speth in diese Rolle gesteckt: Er präsentierte sich fromm-kniefällig, andächtig-händefaltend und tief im Gebet versunken in einer Kirche, um sich anschließend den Mund zu zerreißen über die Indienreise des Bischofs.

Die Medienlügen gegen Bischof und Kirche wirken in SPIEGEL-Filmen und stern-tv noch aufpolierter als in der Druckversion. Es sind Verleumdungen im Hochglanz-Format.