Wider die blasphemischen Narrenmessen    Februar 2012

An den beiden nächsten Sonntagen laden fastnachtsbesessene Pfarrer wieder zu Narrenmessen ein.

Noch in schlimmer Erinnerung ist uns die gottesdienstschändliche Feier in der Frankfurter Liebfrauenkirche vor vier Jahren:
In den Kirchenbänken saßen
bunt gemischt die Zuschauer als Hofnarren, Hexen, Dämonen, Teufel oder Piraten verkleidet. Vor dem Altar waren Äppelweinhumpen und Narrenkappen aufgestellt.

Die Kirchenbesucher gerieten laut Pressebericht immer wieder ins Schmunzeln und konnten sich „nicht wirklich sicher sein, ob sie grade in der Kirche oder doch auf einer Kappensitzung sind.“

In einem anderen Bericht über die fastnächtliche Gräuel an heiliger Stätte heißt es:
„An der Kanzel klebte ein Smiley, auf dem Altar prangten Luftballons und in den Bänken war immer wieder metallisches Scheppern zu hören – Schellen!

Fastnachtsverkleidungen hatte der Pfarrer ausdrücklich gewünscht: Hasen-Ohren, Federboas, Blumenkränze und sogar ein kleiner Froschkönig – das alles gab es zu entdecken.

Höhepunkt des Gottesdienstes war die fastnächtliche Polonaise fast aller Gottesdienstbesucher durch die Kirche.

In Eberhardzell im Bistum Rottenburg-Stuttgart kostümierten sich die Ministranten bei einer Narrenmesse als Scheichs. Der Kinder- und Jugendchor verkleidete sich mit Seeräuberkostümen.

In der Pfarrei St. Josef in Moers im Bistum Münster trug der Pfarrer, Hw. Heinrich Bücker (75) während seiner gereimten Büttenpredigt eine Narrenkappe.

Auch das Lesepult war fastnächtlich dekoriert, auf dem Altar prangten Luftschlangen und bunte Luftballons.


Es ist nicht nur gedankenlos, sondern regelrecht blasphemisch, wie Pfarrer mit diesen Narrenmessen die heiligen Räume, sakrale Einrichtungen und den liturgischen Ernst der hl. Messe schänden:

Am Ambo der Kirche wird sonntäglich das Evangelium der Erlösung verkündet.

Der Missbrauch zu Büttenreden und Helau- Rufen ist eine Verhöhnung des Lesepults der Hl. Schrift.

Noch schändlicher sind die närrischen Dekorationen auf und vor dem Altar.

Der Altar wird bei der Weihe mit Reliquien von Heiligen versehen und mit Chrisam gesalbt, weil er ein Symbol für Christus ist.

Aus diesem Grund wird er auch bei der feierlichen hl. Messe inszeniert und vom Priester geküsst.

Mit den karnevalistischen Dekorationen des Altars wird also Christus eine Narrenkappe aufgesetzt; er wird erneut mit einem Spott-Kostüm verschandelt.

Auch der Priester steht in persona Christi vor dem Altar.

Wenn der also mit einer Narrenkappe die hl. Messe feiert oder die Predigt hält, verhöhnt er sein priesterliches Amt.

Wenn die Messdiener in Scheichkostümen aufkreuzen und statt der Orgel die Lumpenkapelle spielt, dann weint die Muttergottes am Seitenaltar darüber, wie die Katholiken die Gedächtnisfeier an das Kreuzesopfer ihres Sohnes schänden.

Wenn die Messbesucher in Teufelskostümen und Narrentand zur hl. Messe kommen wie zum Lumpenball, dann hören wir den Herrn sagen:
„Packt den, der kein hochzeitliches Gewand angelegt hat und werft ihn hinaus in die Finsternis!“

Wann endlich reagieren unsere deutschen Bischöfe auf diese blasphemischen Narrenmessen wie Bischof Huonder vom Schweizer Bistum Chur?

Der untersagte im letzten Jahr den Auftritt einer Narren-Blasmusik und die Benützung von Faschingskostümen in der hl. Messe: Die Narrenmesse erschwere oder verhindere die gebührende Andacht und Ehrfurcht.

Bei der deutschen Kirche scheinen närrische Laien und verkappte Ordinariatsräte das Kirchenzepter in der Hand zu haben, wenn sie die Schändung der hl. Messe durch Mummenschanz pastoral rechtfertigen.

Es übertrifft jede karnevalistische Lächerlichkeit, wenn aus den bischöflichen Ordinariaten pastorale Narrenschellen zu hören sind:

Karnevalistische Narrenmessen böten einer missionarische Kirche angeblich die Chance, Fernstehenden die Botschaft vom menschenfreundlichen Gott nahezubringen.

Faschingsliturgien würden Brücken zu der Kultur der Karnevalisten bauen. Auch in diesem Milieu sollte die Kirche präsent sein.

Narhalla-Marsch zum Einzug von Prinzenpaar und Elferrat in die Kirche:

Narrenmesse im Hochwalddom in der Ortschaft Nonnweiler, Saarland 2006.

Schunkellieder-Kapelle im Chorraum unter dem altehrwürdigen Flügelaltar
Auch verkleidete Chöre kommen bei Narrenmessen gerne zum Einsatz.

 


In der Kirche ist der Teufel los:



Eine Teufelsperson hat den Altarraum erobert:

Als Verkleidung bei Narrenmessen freut sich der Teufel besonderer Beliebtheit.

Der Pfarrer hält eine Clownspredigt:

Clown am Altar

Ein Pfarrer hält sich und die Gläubigen zum Narren:

Faschingsmesse in der Pfarrei Thalheim im Jahr 2004, Bistum Linz

 

Laien-Büttenrede statt Predigt zum Evangelium:

Eine Lektorin möchte die Bedeutung des Wortes Gottes durch ihr herausgeputztes Kostüm verdeutlichen.