(21.2.2017)

Der Umbau der Seelsorgebezirke

Vor etwa sechs Jahren schrieben drei noch junge engagierte, glaubenstreue Priester aus drei unterschiedlichen deutschen Diözesen ihre Sorgen um die sich abzeichnenden Veränderungen im Bereich der deutschen Bistümer nieder. Sie verglichen die anstehenden Veränderungen ihrer Pfarreien in Großpfarreien oder auch Pfarreien „Neuen Typs“ mit den kommunistischen Veränderungen der Landwirtschaft vom Privatbetrieb des Bauern zur Kolchose oder zum Großkollektiv.

In einer vergleichenden Übersicht wird dies deutlich.

Dr. med  Dieter Fasen

 

-      Zum Aus- und Niedergang kollektivistischer Experimente -

In der Landwirtschaft

 

Bei der Sorge um das Seelenheil

1.    Die Ausgangssituation

 

Ein Landwirt besaß ein großes Stück Land,

das er bewirtschaftete,für das er verantwortlich war und für das er mit seinem Herzblut einstand

1.    Die Ausgangssituation

 

Gut funktionierende Pfarreien werden mit Gemeinden zusammengelegt, oft sind es solche, die nicht zusammen passen

2.    Die Systemänderung

 

Dann werden wirtschaftliche Großbetriebe geschaffen und die Länder zu riesigen Einheiten, sogenannten Kolchosen, zusammen gelegt; die einzelnen Bauern

Wurden Ihres Eigentums beraubt und enteignet.

 

2.    Die Systemänderung

 

Fromm und tüchtige Seelsorger wurden versetzt und teils durch Hilfsgeistliche, teils durch Pastoralassistenten, Laien bzw. Funktionäre ersetzt. Niemand fühlte sich letzten Endes verantwortlich.

3.    Die Realität – Teil 1

 

Zum großen Teil wird ungeschultes Personal als Team eingesetzt, dem die Leitung der Kolchose oblag; 5-Jahrespläne wurden erstellt.

 

3.    Die Realität – Teil 1

 

Aus den Pfarreien werden riesige  ,unüberschaubare Pfarreiengemeinschaften

Alles wird von zentraler Stelle verordnet –

mit viel Aufwand und viel Papier, oft nur organisierter Leerlauf.

 

4.    Die Realität – Teil 2

 

Am Anfang lief alles gut. Doch durch Fehlmanagement, Fehlbesetzung und Desinteresse des Teams brach zunächst die Arbeitsmoral und dann das ganze System zusammen, die Maschinen verrotteten auf den Feldern, weil sich niemand für den ganzen Betrieb verantwortlich fühlte

4.    Die Realität – Teil 2

 

Dort, wo ein Priester ausfällt – aus welchem Grund auch immer – wird die verwaiste Gemeinde einem Nachbarseelsorger zur Mitführung übertragen. Dass dieses nicht funktionieren kann, möge aus einem Vergleich ersichtlich werden: Ein Auto benötigt vier Räder. Wenn eines ausfällt, können die verbliebenen drei Räder nicht die Funktion des vierten fehlenden Rades mitübernehmen.

 

 

 

5.    Das Ende eines Experiments

 

Folge Die war eine unglaubliche Verödung und Versteppung mit großem  und nicht mehr gut zu machendem wirtschaftlichem Schaden

 

 

5.    Das Ende eines Experiments

 

Da kein Seelsorger als Ansprechpartner mehr vor Ort wohnt (maximal eine Sprechstunde pro Woche) ist die Enttäuschung der Gläubigen groß. Als Folge wenden sich die Gläubigen ab. Die Seelen versteppen und veröden. Das Volk bemerkt: Wir sind den Pfarrer los, planlos und bald gottlos.

Der Niedergang des katholischen Glaubens ist vorprogrammiert.

 

 

JESUS CHRISTUS hat seine Kirche so gewollt, wie sie seit Jahrhunderten gelebt und überlebt hat. Sie sollte nicht diktatorisch, nicht demokratisch (oder synodal) sondern hierarchisch sein, dem Evangelium folgend – ohne WENN und ABER.

Dieser Vergleich bezogen auf den zu beobachtenden massiven Niedergang unserer Diözesen, regt zum Nachdenken an.

 

Pfr. Hendrik Jolie