(12.10.2015)

Anmerkungen zur interreligösen Feier am Tag der deutschen Einheit

im Dom zu Frankfurt am Main

von Dr.  med. Dieter Fasen

Wir veröffentlichen nachfolgend einen Bericht  von Vera Lengsfeld zur Feier der Deutschen Einheit im Dom zu Frankfurt. Die Autorin stellt natürlich zu Recht fest, dass solche Veranstaltungen mit einem Gottesdienst nichts zu tun haben. Ja, es stellt sich die Frage, ob durch eine solch synkretistische Veranstaltung nicht der ehrwürdige und geschichtsträchtige Dom profaniert wurde und einer neuen christlichen Weihe bedarf. Christus hat uns eindringlich davor gewarnt, dass wir, wenn wir beten, nicht wie die Heiden plappern. Hier durften sowohl der Vertreter der Moslems als auch der Vertreter der Sikhs  vom Altarraum gleichberechtigt ihre Verse vortragen.

Nach dem Empfinden von Christen, vor allem von Katholiken war dies ein Ärgernis. Einigkeit und Recht und Freiheit, ja. Aber dann sollte auch gefragt werden, wie es mit diesen Werten in den Heimatländern der heidnischen Mitfeiernden steht.  Wer Einigkeit und Recht und Freiheit sagt, sollte auch nach den verfolgten und ermordeten Christen fragen, denen diese Werte versagt werden und die für Ihr Bekenntnis zu Christus in  Ländern mit moslemischer und Sikh Mehrheit ihr Leben lassen mussten und auch heute noch müssen. Die Zahlen sind bekannt und klagen auch dann an, wenn sie von deutschen Politikern sowie von Verantwortlichen in den Kirchen negiert werden.

Keine Einigkeit und Recht und Freiheit

von Vera Lengsfeld

Gestern hatte ich die Ehre, mit anderen Bürgerrechtlern an der zentralen Einheitsfeier in Frankfurt teilzunehmen- in der ersten Reihe. Es war eine interessante Erfahrung. Es begann im Dom mit einem ökumenischen Gottesdienst an dem auch Vertreter des Judentums, der Sikhs und des Islam teilnahmen. Das Thema war Liebe zur Vielfalt. Mit Gottesdienst hatte die Veranstaltung weniger zu tun. Es war, wie leider häufig, eine helldeutsche Agitationsveranstaltung. Den Ton gab gleich anfangs ein ehemaliger DDR- Flüchtling vor, der für eine unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen warb und die Brandsätze auf Flüchtlinge verurteilte, die es so allerdings nicht gegeben hat. Eine Abiturientin, geboren in Bethlehem, wahrscheinlich Christin, bedankte sich für die Möglichkeiten, die Deutschland ihr eröffnet hat und verlor kein Wort über die Christenverfolgung auf der Welt und in deutschen Asylheimen. Die Rabbinerin vom egalitären Minjan Frankfurt gestand, dass sie anfangs große Angst vor der Vereinigung hatte. Aber jetzt wäre Deutschland ein Ort, wo sich jüdisches Leben ungehindert entfalten könnte.

Den neuen Antisemitismus, der sich breit macht, verlor sie kein Wort. Der Iman zitierte die Koransure, in der die Tötung eines Menschen verurteilt wird, weil man mit einem Menschen die ganze Menschheit töte und distanzierte sich artig von Gewalt und Extremismus. Warum musste ich blos an Sabatina James denken, die in ihrem neuen Buch Scharia in Deutschland” klargestellt hat, dass jeder Muslim lügen dürfe, wenn es für die Tarnung erforderlich ist? Auch die Art, wie der Iman am Ende demonstrativ auf die Kanzlerin zuging und ihr die Hand reichte, obwohl es üblich ist, dass die Ranghöhere entscheidet, hatte
etwas Demonstratives. Apropos Merkel: die Kanzlerin saß mir schräg gegenüber, sah selbst für ihre Verhältnisse schlecht aus uns nickte immer wieder ein. Man konnte fast Mitleid mit ihr bekommen. In der Reihe der Bundesregierung saß überraschender Weise Frau Göring-Eckhardt. Was hatte sie da zu suchen? Kremlastrologen würden das zu denken geben. Nach dem Gottesdienst ging es in Bussen zur Alten Oper, wo die weltliche Feier stattfand. Das ganze Gebiet war abgesperrt. Das Polizeiaufgebot war absurd. Die Beamten standen praktisch Schulter an Schulter über Kilometer, manchmal in zwei Reihen hintereinander. Ganze Landstriche dürften an diesem Tag ohne Polizisten gewesen sein. Eine solche Polizeipräsenz war im Polizeistaat DDR nicht zu sehen gewesen. Wir Ehrengäste, viele Bundesverdienstkreuzträger darunter, waren vorher in ein Hotel gefahren und durch eine Sicherheitskontrolle geschleust worden. Wer danach, an einer Polizeikette entlang, auf Toilette ging, wo im Vorraum wieder ein Polizist stand, musste anschließend noch einmal durch die Sicherheitskontrolle. Man kam sich vor, wie im falschen Film.
(Soweit der Abschnitt aus dem Essay von Vera Lengsfeld)