Zur Tendenz, die absolute Wahrheit zu relativieren und in

 sogenannte Gradualitäten aufzulösen

Der Glaube an die Lehre der Kirche gründet auf dem Bekenntnis der Kirche zur Wahrheit und dem seit ca. 2000 Jahren Aufrecht erhaltenen Anspruch der Kirche, die Wahrheit  in Christus zu besitzen. Diesen Anspruch verbindet Paulus im 1. Timotheus 2 Vers 4  mit der Heilszusage, „Gott will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“.  Die Rettung des Menschen und die verkündete Wahrheit gehören zusammen und bilden eine Einheit. Die Erkenntnis der Wahrheit ist absolut, nicht teilbar oder gar graduell. Es gibt nur die  Erkenntnis der Wahrheit oder nicht.  Ein bisschen wahr als Ausdruck einer „graduellen Wahrheit“ ist so real, wie ein bisschen schwanger. Der vollkommene Gott kann nur Vollkommenes und nicht Graduelles versprechen. Seine Wahrheit, seine Heilszusage und seine Sakramente sind vollkommen und nicht graduell. Auch in der Natur hat er das Alles- oder Nichts-gesetz, das besagt, dass eine Reaktion auf einen Reiz entweder vollständig oder überhaupt nicht ausgelöst wird, implementiert.

Schon Aristoteles bezweifelte  den Sinn der Gradualität, wenn er sagte  Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile." - verkürztes Zitat aus Metaphysik VII 10 (???), 1041 b ( VII 17 (!!!), 1041b)“  und er erklärt in einem ausführlicheren Version des Zitates: "Das, was aus Bestandteilen so zusammengesetzt ist, dass es ein einheitliches Ganzes bildet – nicht nach Art eines Haufens, sondern wie eine Silbe –, das ist offenbar mehr als bloß die Summe seiner Bestandteile“. Er belegt diese Aussage, in dem er sagt: „Eine Silbe ist nicht die Summe ihrer Buchstaben“.

Solange die Theologen sich bei der  Wahrheitssuche  der Gesetze der Logik bedienten, war das Resultat nachvollziehbar. Doch jetzt verkündet der 269. Nachfolger Petri seine Lösung bestehe darin, dass jeder die Religion praktizieren soll, die er will. Solange wir miteinander auskommen und uns „respektieren“ sei die Religion nicht wichtig. Dagegen spricht das 1. Gebot eine klare Sprache: „Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“ Jahwe erklärt sich zum Garanten der Menschenwürde. Er ist es, der aus dem Sklavenhaus der anderen Götter herausgeführt hat. Dafür erwartet er volle Anerkennung und nicht verbale Gleichstellung mit anderen Göttern, sondern die Klarstellung, dass den anderen Göttern auch andere Eigenschaften zugeschrieben werden und allein deshalb  sich jeder Vergleich verbietet. (siehe die Aussage von Papst Benedikt in seiner Regensburger Rede über Allah, der nicht einmal an seine eigene Kategorien gebunden ist)

Petrus bringt es auf den Punkt als die Jünger in die Gegend von Caesaraia Philippi, dem heidnischen Tempelzentrum mit dem Tempel des Divi Augusti, gekommen waren: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes. (… und nicht des toten Gottes Augustus). Petrus erkannte und bekannte, dass Jesus der Messias, der Sohn Gottes war und dass er als Sohn Gottes auch die Antithese zu den verehrten toten anderen Göttern der Welt war. Die anderen Götter sind tote Götter. Ihnen werden zudem andere Kategorien zugeschrieben. Sie sind erkennbar nicht vollkommen.   Für dieses Bekenntnis Petri zum Sohn des lebendigen Gottes haben in den letzten fast 2000 Jahren  Millionen und Abermillionen Zeugnis mit ihrem Blut abgelegt. Dieses Bekenntnis war nicht graduell und ließ keine Ausflüchte zu.

Von den Befürwortern der Gradualität wird immer wieder auf Johannes Paul II verwiesen. Dieser sprach aber nur im Zusammenhang mit dem stufenweisen menschlichen Wachstum im Guten und mit einer stufenweisen Bekehrung von Gradualität. (Apostolisches Schreiben „Familiaris consortio“). 05/05/2016 07:00

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Ein Filmtipp von Papst Franziskus

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Dieser Filmtipp kommt – wenn man so will – von Papst Franziskus persönlich. In seinem apostolischen Schreiben „Amoris Laetitia“ schreibt er im Kapitel 4 über die Freude und Schönheit. Sein Beleg? Ein Film. (rv)

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Unser Filmtipp: Schrotten!

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Menschen in der Zeit: Alexander Batthyany - Das Bedürfnis nach Sinn

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Alexander Battyany ist Leiter des berühmten Viktor Frankl-Instituts in Wien. In der modernen Gesellschaft ist die Frage nach dem Sinn des Lebens aktueller denn je, sagt der renommierte Wissenschaftler.... Eine Sendung von Aldo Parmeggiani (rv)

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Menschen in der Zeit: Hans-Jürgen Hufeisen – Vom Findelkind zur Berühmtheit

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Menschen in der Zeit: Wetten dass… Sie ihn kennen?

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Menschen in der Zeit: Papst Paul VI. vor der UNO

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Menschen in der Zeit: Pater Heinz Georg Goldkuhle

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20/03/2016 09:00

Aktenzeichen: Franz Reinisch – Opfer des Dritten Reiches

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Kein Zweifel, Franz Reinisch (1903-1942) hat auch heute noch vieles zu sagen: Für den politischen Alltag ebenso wie für das Bekenntnis des Glaubens und für die Freiheit des Gewissens. Hier hören Sie die Sendung von und mit Aldo Parmeggiani. (rv)

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„Aktenzeichen“: Walter Klingenbeck

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Aktenzeichen: Albert Schweitzer – Humanist, Arzt, Philosoph

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Aktenzeichen: Gründung der UNO – vor 70 Jahren

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Aktenzeichen: Diego Fabbri - Prozess Jesu

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Wenn Kardinal Schönborn  auf der römischen Bischofsversammlung 2014 die Gradualität, als das Voranschreiten in der Verwirklichung der Gebote Gottes erklärt, so ist das nicht identisch mit der von Papst Johannes Paul II beschriebenen Gradualität, dem stufenweisen Wachstum im Guten. Schönborns et alii Begriff der Gradualität kann nur als eine Relativierung der Sünde verstanden werden. Beispielhaft sei die Relativierung am siebten Gebot „Du sollst nicht stehlen“ erläutert. Danach ist der Griff in die Tageskasse eine Sünde. Nach dem Gesetz der Gradualität  stellt sich die Frage : Ist der Griff in die Tageskasse dann etwa als  graduell weniger sündhaft  zu bewerten, wenn er zur Mittagszeit und nicht am Abend bei voller Kasse erfolgt?  Real ist zur Mittagszeit graduell weniger Geld aus der Tageskasse zu entnehmen. Schon aus diesem alltäglichen Beispiel lässt sich die Unmöglichkeit der Gradualität als Beurteilungskriterium  entnehmen.

            Dr. Dieter Fasen