Zu den oft verwirrenden medialen Äußerungen zur Person des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz- van Elst folgender Kommentar von dem bekannten Hamburger Chirurgen Prof. Dr. med. Eberhard Gross

Die Glaubenszeugen kommen abhanden.

Der Limburger Bischof  in Bedrängnis.    (11.09.2013)

Die konzertierte Aktion, den Limburger Bischof  medial hinzurichten, legt in dem baufälligen Gebäude,  in dem die deutsche Amtskirche sitzt, einen weiteren morschen  Balken frei. Nun bekommt der kirchlich pastoral assistierte Aktionismus des Dialogprozesses eine ganz neue Qualität: Priester und ihre Berufslaien proben den Aufstand. Sie machen nun Politik mit und in der Kirche, die nach ihrem Verständnis ja eine antiquierte Veranstaltung mit einem Demokratiedefizit ist. Gerade die Spitze einer Organisation, die sich nur noch als humanitär versteht und den Vielen ein gutes Einkommen sichert, muss doch Rückhalt in ihrer  Basis haben, d.h. politisch, konsensfähig sein wie viele der übrigen deutschen Bischöfe. Wie diese ihnen ja seit Jahren vormachen - der Vorgänger in Limburg hat sich da besonders hervorgetan - sich nicht von Rom alles diktieren zu lassen, auf keinen Fall bis ins Gebetbuch hinein, wie der Mainzer Kardinal jüngst äußerte, so machen es nun auch die Frankfurter  Rebellen und wollen nun nicht länger nur Statisten sein: nach ihrer Abkehr  von der katholischen Kirche als der einen, wahren, allgemeinen Kirche Jesu Christi zweifellos folgerichtig. Ganz diesem Paradigma folgend - danach ist die Kirche nicht mehr und nicht weniger als jede andere Organisation, die ihre Hilfen für ein gelingendes Leben anbietet- wollen und können die Bischöfe auch  keine Glaubenszeugen mehr sein; denn es geht ja nicht mehr um die Glaubensverkündigung,  sondern wie der aktuelle Hirtenbrief zur Bundestagswahl thematisiert,  um Gesellschaftspolitik: Eurokrise, Energiewende, Klimawandel und Nachhaltigkeit: die politischen Bestrebungen zur Abwertung der Ehe und zur Verfügbarkeit des Lebens werden lediglich mit Sorge beobachtet,  und diese wird einzig soziologisch begründet: so brauche unsere Gesellschaft für ihre Zukunftsfähigkeit Ehepaare und Familien, die bereit seien das Leben weiterzugeben, und der Umgang mit dem menschlichen Leben sei ausschlaggebend für die Qualität einer Gesellschaft.

Wo die Bischöfe und Priester nach ihrer eigenen Sicht keine Glaubenszeugen mehr sind, erübrigt sich auch für die anderen Bischöfe Zeugnis abzulegen für einen der ihren, der seit seinem Amtsantritt als konservativ gilt. Da kamen den Priester-  und Laienrebellen und ihren Verbündeten in der Bischofskonferenz und den Mediendie „Defizite“ des Limburger Bischofs gerade recht, die in anderen Bistümern mit „fortschrittlichen“ Bischöfen niemanden aufregen.