Durchsichtige Hetzkampagne gegen Bischof Tebartz-van-Elst         August 2012

Wenn das Konventikel „Wir sind Kirche“ den Limburger Bischof Dr. Franz-Peter-Tebartz-van-Elst wegen eines Erste-Klasse-Fluges nach Indien durch die Medien zerrt und mit Schmutz bewirft, ist das nur ein höchst durchsichtiges kirchenpolitisches Manöver. Man spekuliert auf die Dummheit des Publikums, wenn man dem Bischof nur vorhält, er sei durch die Benutzung der Ersten Klasse vom Beispiel Jesu abgewichen. So zu „argumentieren“, wäre bestenfalls religiöses Schwärmetum. Dazu hätte freilich Tebartz-van-Elst- Vorgänger leider Vorlagen geliefert, indem er durch hochgefahrene Armuts-Attitüden den Menschen einen wirklichkeitsfremden Amts- und Lebensstil vermittelt hat. Denn einem Bischof steht eine Beförderungsklasse, wie sie Tebartz-van-Elst benutzt hat, einfach zu. Auch der Heilige Vater reist als Staatsoberhaupt und reitet nicht auf einem Esel.

Aber es geht im Fall „Wir sind Kirche“ nicht um letztlich harmlose Schwärmer, sondern um knallharte Kirchenpolitiker. Innen passt die ganze Richtung unter Tebartz-van-Elst nicht. Dieser Bischof ist nämlich romtreu; ihm fiele es nicht ein, einen Bistumskurs konträr gegen den Papst zu steuern. Und er hat alle Hände damit zu tun, zu korrigieren, was in den Jahrzehnten in seinem Kirchensprengel schief gelaufen war. Er ist unbeleckt von jenem 68-er Denken, das die Rezeption des II. Vaticanums überlagert und den eigentlichen Willen der Konzilsväter heillos verfälscht hat.

Und so versucht man ihn, durch persönliche Diffamierungen zu verunsichern, seine Autorität zu untergraben und so in Limburg zu „retten“, was längst als unkatholisch entlarvt ist und dringlich einer romkonformen Erneuerung bedarf.

So steht der Lärm um den Indienflug in einer Linie mit dem Bischofshaus und Privatkapelle. Eine Sau nach der anderen wird durchs Dorf gejagt und gegen solche Schweinereien muss die Treue des katholischen Volkes gesetzt werden.

 

Bernhard Mihm

Stadtrat a.D.