Der SPIEGEL lügt    (15.10.2013, letzte Änderung 17.10.2013)

In der Kirchenberichterstattung ist der SPIEGEL unzuverlässig in jeder Hinsicht. Schon bei der Recherche und Darstellung der Faktenlage schludern und verdrehen die SPIEGEL-Journalisten, um ihre durch Hass und Häme geprägten Abwertungen von kirchlichen Lehren, Personen und Institutionen hinzudeichseln. In der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe Nr. 40/2013 zeigt das Boulevard-Blatt aus Hamburg mit der Titelstory „Das Lügengebäude“ in trefflicher SelbstbeSPIEGELung seinen Charakter.

Auf dieser Seite ist schon mehrfach dokumentiert worden, dass das angebliche Nachrichtenmagazin aus Hamburg in seiner Kirchenberichterstattung vielfach lügt. Insbesondere die Skandalisierungsspirale gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, an der das Boulevardblatt maßgeblich mitgedreht hat, ist mit Lügen gespickt. Das Urteil von Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller, nach dem die Medienkampagne gegen den Limburger Bischof „im Kern ein sich selbst tragendes Lügengebäude“ sei, kann man an den verschiedenen Lügengeschichten des ZerrSPIEGELS belegen:

Die Lügennase des SPIEGELS wächst seit 2010

Schon die erste SPIEGEL-Attacke auf Bischof Tebartz-van Elst mit dem Artikel „Limburger Leidkultur“ vom 15. 11. 2010 war auf vier Lügen aufgebaut:
1. Mit der Falschbehauptung, der neue Bischof habe sich einen „schwarzen BMW mit abgedunkelten Scheiben zugelegt“, versuchte das Klatschblatt, dem Bischof persönliche Luxusmotive zu unterstellen. In Wirklichkeit hatte Vorgängerbischof Franz Kamphaus den BMW-Dienstwagen geleast und sich damit auf Dienstfahrten auch kutschieren lassen.
2. Ein internes Diskussionspapier vom Runkeler Pfarrer Albert Dexelmann aus dem Jahre 2009 verdrehte der SPIEGEL-Journalist Peter Wensierski  zu einem Protestbrief an den Bischof. Dieser angebliche Brief war aber weder an den Bischof gerichtet noch an ihn abgeschickt worden.
3. Aus dem schon eineinhalb Jahre archivierten Papier machte der SPIEGEL-Mann einen aktuellen „Brandbrief“.
4. Und schließlich behauptete das angebliche Nachrichtenmagazin wahrheitswidrig, der damalige Archivtext würde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unter allen 245 Priestern des Bistums kursieren.

Der ganze Artikel ist von Verzerrungen und Unwahrheiten durchzogen: Die beiden nörgelnden Pfarrer Albert Dexelmann und Hubertus Janssen werden für alle Bistumspriester ausgegeben, die Äußerungen der Splittergruppe ‚Wir sind Kirche’ wird als Meinung des „Kirchenvolks“ von 650.000 Katholiken im Bistum Limburg suggeriert.

Auch bei dem nächsten SPIEGEL-Schlag gegen den Bischof, dem Artikel „First Class in die Slums“ vom 20. 8. 2012, wurde mit Lügen gearbeitet: Bischof Tebartz-van Elst und sein Generalvikar Franz Kaspar hatten bei einem Langstrecken-Nachtflug nach Indien ihr Flugticket aus eigener Tasche aufgewertet, um im Oberdeck der 1. Klasse ausgeschlafen für das anstrengende Programm am Zielort anzukommen. Der  SPIEGEL dagegen unterstellte, dass der Bischof allein aus einem Luxusmotiv in der Oberklasse fliegen „wollte“ und dort mit „Champagner und Kaviar“ auf Kosten der Kirche geprasst hätte. Dass der Bischof einige Tage später in einem Interview den Erster-Klasse-Flug, auch wenn er ihn privat finanziert hatte, bedauerte und betonte: „Ich mag keinen Kaviar und mit Champagner macht man mir auch keine Freude“, unterschlägt der SPIEGEL.

Der SPIEGEL lügt sich selbst in die Tasche

Eine neuere Meldung des Magazins belegt erneut die Einschätzung von Erzbischof Müller von der antibischöflichen Medienskandalisierung als einem sich selbst tragenden Lügengebäude:  Das Boulevard-Blatt behauptet in seiner Ausgabe vom 30. 9., dass wegen „des anhaltenden Skandals um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst … die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Limburg erheblich zugenommen“ habe.
Doch mit der allgemeinen Begründungsthese des Magazins, nach der die angeblich steigende Zahl von Austritten auf den „Skandal um den Bischof“ zurückgingen, würde das antikirchlichen Kampfblattes nur beweisen, dass die jahrelange anti-bischöfliche Skandalisierungskampagne besonders vom SPIEGEL bei medienunkritischen Katholiken gefruchtet hätte.

Die Austrittszahlen im Bistum Limburg sind tendenziell rückläufig

Aber selbst diese ‚Erfolgsmeldung’ für das Skandalisierungsprogramm des Hamburger Magazins stimmt für den Zeitraum der Skandalisierungsgeschichten nicht: In der fünfjährigen Amtszeit von Bischof Tebartz-van Elst gab es im Bistum Limburg bei den Kirchenaustritten keine signifikanten Abweichungen von anderen Bistümern und erst recht keine „Austrittswelle“. Auch die weitere SPIEGEL-Behauptung, die Zahl der Kirchenaustritte im Bistum Limburg habe seit dem Amtsantritt des neuen Bischofs „erheblich zugenommen“, entpuppt sich bei der Zahlenprüfung als Lüge – das Gegenteil ist richtig: Mit Ausnahme des ‚statistischen Ausreißers’ im Jahre 2010, der aufgrund der Missbrauchs-Skandalisierung alle deutschen Bistümer betraf, sind die Austrittszahlen im Bistum Limburg tendenziell rückläufig – von 4.786 im ersten Amtsjahr des neuen Bischofs (2008), über 4.576 im Jahr 2009, 2011 eine fast gleich Zahl und im letzten Jahr (2012) bewegte sich die Zahl der Kirchenaustritte mit 4.453 auf dem niedrigsten Niveau seit dem Amtsantritt von Bischof Tebartz-van Elst.

Mit Statistiken lügen – da fühlt sich der SPIEGEL in seinem Element

In der Online-Version vom 29. 9. hatte der SPIEGEL seinen Artikel überschrieben mit: „Umstrittener Bischof Tebartz-van Elst: Zahl der Kirchenaustritte auf Rekordniveau“. Dieser Terminus ‚Rekordniveau’ wird in dem Beitrag ausdrücklich auf niedrigere Austrittszahlen während der letzten Jahre von Vorgängerbischof Kamphaus bezogen.

Mit Statistiken kann man geschickt lügen – und daher ist der SPIEGEL bei diesen Zahlentricksereien in seinem Element. Insbesondere mit der Wahl von Bezugsgrößen kann man statistische Aussagen im Sinne seiner eigenen Thesenbestätigung frisieren: Als Vergleichsgröße für die Kirchenaustrittszahlen von 2012 nimmt das Blatt in diesem Fall das Niveau von 2004, als sich bundesweit ein sinkender Trend von Austrittszahlen bemerkbar machte. Der SPIEGEL folgert nun: Im Jahre 2012 unter Tebartz-van Elst waren die Austrittszahlen deutlich höher als 2004 unter Kamphaus. Gründe dafür sieht das Magazin ausschließlich in dem Führungs- und Lebensstil des neuen Bischofs.
Wenn man dagegen als Vergleichsjahr 2003 angesetzt hätte, so waren mit 4.873 in jenem Jahr der Ägide Kamphaus die Austrittszahl um mehr als 400 Ausgetretene höher als 2012 unter Tebartz-van Elst. Nach der Logik des SPIEGELS müsste man den Anstieg der Austrittszahlen in den Jahren 2002/3 dann entsprechend mit dem liberalen Führungsstil und dem überaus bescheidenen Lebenswandel des damaligen Bischofs begründen.

Rosstäuschertricks und absurde Folgerungen

An einer solchen unsinnigen Folgerung zeigt sich, dass der SPIEGEL nicht nur bei der Kombination und Interpretation der nackten statistischen Zahlen mit billigen Rosstäuschertricks arbeitet, sondern auch bei den Begründungen und Folgerungen zu den Zahlen-Entwicklungen voll daneben greift. Wenn man die SPIEGEL-Methode, die Entwicklung von Austrittszahlen in einem Bistum allein aus der Amts- und Lebensführung eines Bischofs zu erklären, auf die letzten Kamphausjahre anwenden würde, so ergäben sich folgende Erklärungen: Im Jahre 2002/3 kämpfte Bischof Kamphaus für die gesetzliche Fristentötungsberatung und gegen die päpstliche Anweisung zum Ausstieg aus der Abtreibungsscheinberatung. Den damaligen Anstieg der Austrittszahlen auf ein Rekordniveau müsste man demnach als Reaktion oder Strafe für den Rom-Protest von Kamphaus interpretieren.
Nachdem die Austrittszahlen in den Jahren 2004 bis 2006 deutlich gesunken waren, schnellten die Zahlen im letzten Amtsjahre (2007) von Bischof Kamphaus wieder in die Höhe, ohne dass der Oberhirte mit spektakulären Aktionen oder Entscheidungen aufgefallen wäre. Im Gegenteil: Die Medien hatten den Bischof überaus wohlwollend in allen Bezügen aufs Podest gehoben.

Die Lügen-Medien verlieren an Ansehen

Man muss keinen Grundkurs in Statistik belegt haben, um durch einen Vergleich der Austrittszahlen in den deutschen Bistümern zu erkennen, dass die Entwicklung von Kirchenaustrittszahlen hauptsächlich durch gesamtgesellschaftliche Strömungen einerseits und gesamtdeutsche innerkirchliche Prozesse andererseits bestimmt sind. Inner-diözesane Entwicklungen oder die Person des jeweiligen Bischofs spielen dabei höchstens eine marginale Rolle.

Unter diesem Gesichtspunkt müssen die Kirchenaustrittszahlen in der Amtszeit von Bischof Tebartz-van Elst ganz anders interpretiert werden: Wenn im Bistum Limburg genauso wie in den andern Bistümern seit dem Jahre 2008 eine fallende Tendenz bei Kirchenaustrittszahlen festzustellen sind (mit Ausnahme des Ausreißerjahrs 2010), dann zeigt sich daran, dass die Skandalisierung des Bischofs durch mehrere Wellen von Medienkampagnen keine oder kaum Wirkung bei den Katholiken erzielen konnte. Die Leute trauen den Skandalmeldungen der Presse nicht mehr, sie erkennen den Kampagnencharakter der antikirchlichen Medien oder sind zumindest skeptisch gegenüber den aufbauschenden Berichten der Presse.

Der SPIEGEL hat die längste Lügennase

Beim SPIEGEL, der von allen Medienorganen die längste Lügennase hat, ist der Ansehensverlust auch am größten. Denn in der Kirchenberichterstattung ist der ZerrSPIEGEL absolut unzuverlässig in jeder Beziehung. Schon bei der Recherche und Darstellung der Faktenlage schludern und verdrehen die SPIEGEL-Journalisten, um ihre durch Hass und Häme geprägten Abwertungen von kirchlichen Lehren, Personen und Institutionen zu untermauern.

Zum Schluss – eine Lüge

Zum Schluss heißt es in dem SPIEGEL-Artikel, dass anonym bleibende Mitglieder des Limburger Priesterrats angeblich dem Bischof den Rücktritt nahe legen würden, wenn sich der Verdacht einer falschen eidesstattlichen Erklärung gerichtlich erhärten sollte. Bei dem Lügenkatalog des Hamburger Nachrichtenmagazins kann man getrost davon ausgehen, dass diese - wie auch in früheren Artikeln Dutzende andere -  „anonym bleibenden“ Informanten Erfindungen oder VorSPIEGELungen der Hamburger Journalisten sind, die im Redaktionsbüro sitzen und für die nächste Enthüllungsgeschichte die Glaskugel oder die Silberglasscheibe befragen: „SPIEGELein, SPIEGELein an der Wand: Wer ist mein  nächster Informant?“

Diese Woche: die aktuelle SPIEGEL-Lüge:

Das Hamburger Boulevard-Blatt macht in der neuesten Ausgabe vom 14. 10. in einem Artikel, den das Blatt in trefflicher SelbstbeSPIEGELung „Das Lügengebäude“ nennt, den vergeblichen Versuch, den Limburger Bischof als Lügner und Vertuscher hinzustellen: Der Bischof sei schon im Jahre 2011 über eine genauere Kalkulation von 27 Millionen Euro informiert gewesen. Und dann folgt der Lügen-Beweis: „Dennoch ließ Tebartz-van Elst noch im Juni auf einer Pressekonferenz ausrichten, die Kosten beliefen sich auf „nur 9,85 Millionen“. Die Wahrheit ist, dass der Diözesan-Baumeister Tilman Staudt bei einem Pressetermin eigenmächtig sowie ohne Wissen und Auftrag des Bischofs die Kostenzahl von 9,85 Millionen Euro in den Raum gestellt und bei den Pressevertretern den Eindruck vermittelt hatte, dass damit die Gesamtkosten den Dombergprojektes angesprochen wären.

Nachdem der Bischof aus den Medien diese falsche Kosten-Orientierung erfahren hatte, wies er die Bischöfliche Pressestelle zum 8. Juli 2013 zu folgender Richtigstellung an, die ausdrücklich als „Korrektur“ betitelt war:
„Die im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen am Diözesanen Zentrum St. Nikolaus genannten Kosten von 9,85 Millionen Euro beziehen sich auf die Arbeiten am historischen Bestand des Komplexes, nämlich an der historischen Stadtmauer, dem ehemaligen Küsterhaus und der Alten Vikarie mit den zusätzlichen Räumen für Verwaltung. Herr Diözesanbaumeister Tilmann Staudt hat hier leider eine unzutreffende Aussage gemacht. Die Kosten für das gesamte Ensemble werden deutlich höher liegen. Diese können jedoch erst beziffert werden, wenn Schlussrechnung und endgültige Kostenfeststellung vorliegen.“

Bischof Tebartz-van Elst hat also im Juli dieses Jahres nicht wider besseren Wissens eine zu niedrige Kostengröße angegeben, wie der Lügen-SPIEGEL behauptet, sondern er hat richtig stellen lassen, dass die genannte Zahl von „nur 9,85 Millionen“ sich allein auf die Sanierungsobjekte der historischen Bauten beziehe, während die Gesamtkosten für das Domberg-Ensemble „deutlich höher liegen“ würden.

Mangelnde Lesekompetenz oder kriminelle Lügen-Energie?

Die Chefredaktion im Hamburger SPIEGEL-Haus hatte vier Journalisten auf Tebartz-van Elst angesetzt, um für die aktuelle Titelgeschichte handfeste Beweise für die angeblichen Lügen des Limburger Bischofs zu sammeln. Offensichtlich waren alle vier rasenden Reporter zu dämlich, die einschlägigen Meldungen der Bischöflichen Pressestelle von den letzten Monaten durchzusehen – oder mangelte es ihnen vielleicht an Lesekompetenz?

Wahrscheinlicher ist, dass die ZerrSPIEGEL-Journalisten mit Schaum vor dem Mund recherchierten und ihr Hass auf die Kirche ihnen den Blick für Wahrheit und Wirklichkeit vernebelte.

Oder hat die lange Lügennase die SPIEGEL-Reporter daran gehindert, nahe genug an die Wahrheit und Wirklichkeit heranzukommen?

Man muss auch erwägen, ob nicht die aufgezeigten Lügen zwangsläufig aus den methodischen Vorgaben des SPIEGELS entstehen: Es ist ein ungeschriebenes Gesetz in der SPIEGEL-Redaktion, dass bei Kirchenangelegenheiten eine Vorurteilsthese am Anfang der Recherche steht – etwa: Papst Benedikt XVI. sei in die Vertuschung von Missbrauchsfällen verwickelt. Oder in diesem Fall: Der Limburger Bischof habe bei der Ansage der Baukosten gelogen. Von den Journalisten des kirchenfeindlichen Blatts wird dann erwartet, dass sie diese vorgestanzte These in ihrer fertigen SPIEGEL-Sory belegen oder mindestens plausibel machen. Das gelingt oft nur mit Lügen.

VorSPIEGELungen falscher Tatsachen

Der SPIEGEL glaubte in diesem Fall, mit seinem medialen Wurfgeschoss den Limburger Bischof endgültig abgeschossen zu haben. Tatsächlich wurde die Titelgeschichte zu einem Bumerang, der auf das eigene „Lügengebäude“ zurückfällt:

Das Hamburger SPIEGEL-Haus, in dem die Lügen über den Limburger Bischof produziert werden, also ein „Lügengebäude“.

Hinter der verSPIEGELten Glasfront werden VorSPIEGELungen falscher Tatsachen ausgeheckt. Der Transparenz-Eindruck des Glaspalastes ist ebenfalls eine VorSPIEGELung. Wenn man mal hinter den SPIEGEL schaut, zeigt sich der Unflat von Kirchenhass, Lügen, Verleumdungen und andere Böswilligkeiten.

Für die SPIEGEL-Redaktion bewahrheitet sich das (abgewandelte) Sprichwort: Wer im Glashaus sitzt und Lügen produziert, der sollte nicht mit Lügen-Vorwürfen gegen andere um sich werfen.