Ein Brief von brennender Sorge zur krisenhaften Lage der Kirche an den noch unbekannten neuen Papst.   (09.03.2013)

Instituto Plinio Corrêa de Oliveira“ aus Brasilien hat eine Internet- Initiative gestartet. Auch Sie können sich anschließen und den Brief unterzeichnen.

Noch bevor feststeht, wer zum Nachfolger des heiligen Petrus gewählt werden wird, möchten wir eine inständige Bitte an ihn richten, denn die Transzendenz des Inhalts unserer Bitte hängt nicht von den persönlichen Charakterzügen dessen ab, der gewählt werden sollte.

Es ist dies also eine ehrerbietige, kindliche Botschaft an den noch nicht bekannten Papst:

Heiliger Vater in spe, wenn es da nicht die Verheißung unseres Herrn Jesus Christus gäbe, dass „die Pforten der Hölle sie [die Kirche] nicht überwältigen werden“ (Mt 16,18), würden wir schmerzvollen Herzens sagen müssen, dass sich das Schiff Petri im Laufe der Geschichte noch nie einem so dramatischen, weltweiten Sturm ausgesetzt sah, wie in unseren Tagen.

Deutlich zeichnet sich nämlich im Innern der Kirche die „lautlose Apostasie“ von Millionen von Gläubigen ab, auf die erst jüngst eine Bischofssynode hingewiesen hat.

Grundlegende Glaubenswahrheiten, wie etwa die Auferstehung Christi, die Jungfräulichkeit Mariens, die reale Gegenwart Christi in der Eucharistie, die Existenz der Hölle usw. werden selbst von hohen kirchlichen Vertretern leichtfertig in Frage gestellt.

Grundsätzliche moralische Prinzipien wie die Unauflöslichkeit der Ehe (und die sich daraus ableitende Unzulässigkeit einer „zweiten Verbindung“), die schwere sittliche Perversion der homosexuellen Beziehungen, das abscheuliche Verbrechen der Abtreibung, die entsetzliche Grausamkeit der Euthanasie, die Unsittlichkeit der Verhütungsmittel usw. werden als überholt angesehen und bedürfen angeblich einer Revision, die sie mit den neuen gesellschaftlichen Sitten und Bräuchen in Einklang bringen soll.

Dieses Bild wird noch verschlimmert durch die Krise des Klerus sowie der Ordensgemeinschaften von Mönchen und Nonnen, die in einem rapiden Rückgang der Berufungen zum Ausdruck kommt und durch die rebellische Initiative der österreichischer Pfarrer, die bei Priestern auf der ganzen Welt Widerhall fand, wie auch durch die unerhörte Auflehnung der bedeutendsten Schwesternkongregation der Vereinigten Staaten gegen eine rechtmäßige und notwendige Intervention der zuständigen vatikanischen Stellen, noch unterstrichen wurde.

Zu dieser dramatischen internen Krise kommt noch die Aggressivität der äußeren Feinde. An erster Stelle wäre hier der „Laizismus-Tsunami“ zu nennen, der sich in den westlichen Ländern ausbreitet und mehrere Regierungen dazu veranlasst, die Kirche und die katholischen Einrichtungen unter dem Vorwand, dass der Staat keine über der Volkssouveränität stehenden Gesetze anerkennt, dazu zwingen zu wollen, zu Helfershelfern bei zahllosen Übertretungen des göttlichen Gesetzes zu werden.

Hinzu kommt außerdem die gnadenlose Verfolgung der Christen in zahlreichen islamischen Ländern sowie in Staaten, die wie China, Vietnam, Nordkorea oder Kuba noch unter dem Kommunismus ächzen.

Kann sich jemand angesichts dieses totalen Widerstandes gegen Gott und sein Gesetz im privaten wie im öffentlichen Leben vorstellen, wie diese Welt in zwanzig oder dreißig Jahren aussehen wird? Wahrscheinlich tragischer als es der Zustand der Menschheit am Ende des römischen Reiches war.

Doch so wie es inmitten des damaligen Zerfalls ein heiliger Gregor der Große oder ein heiliger Leo der Große verstanden haben, die Barbaren zu bekehren und die Grundlagen für die schönste und vollendetste, nämlich für die christliche Zivilisation zu schaffen, können auch Sie, unser neuer Heiliger Vater, mit dem Charisma, das nur dem Stellvertreter Christi eigen ist, die dramatische Krise, welche als Diktat des Relativismus derzeit Religion, Sittlichkeit und Gesellschaft verbiegt, siegreich überwinden.

Die Hilfe des Himmels und der endgültige Sieg wurden bereits von unserer Lieben Frau in Fatima angekündigt, als sie die Warnung aussprach, dass die Welt unter harten Strafen zu leiden haben werde und auch die heilige Kirche einer ganzen Reihe von Verfolgungen ausgesetzt sein werde. Gleichzeitig hat sie jedoch verheißen: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

Auf unseren Knien flehen wir Sie an: Lassen Sie sich nicht von der Heimtücke des atheistischen oder agnostischen Laizismus umgarnen, sondern bekämpfen Sie ihn öffentlich, damit Abermillionen von Seelen, im Vertrauen auf den göttlichen Beistand, wieder auf den rechten Weg zurückgeführt werden können. Mit der Ihnen eigenen Autorität des Nachfolgers des heiligen Petrus brauchen Sie nur ein Wort zu sagen und der vom Satan verbreitete Dunst wird aus der Welt und dem Innern der Kirche geblasen werden, wie es unsere Liebe Frau verheißen hat.

Im Versprechen unserer unerschütterlichen Treue zum Papst, richten wir, die unterzeichneten römisch-katholischen und apostolischen Christen, diesen Appell an Sie, den noch unbekannten Heiligen Vater und knien im Geiste vor Ihrer Gestalt ehrfürchtig nieder.


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