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Gender - nur eine neue Sprachregelung:   oder ...?

Vorbemerkung zu einem Beitrag von Manfred Jacobs 
Professor Dr. med. Gross

Das Unglaubliche hat sich in der Medienwelt vollzogen.

  Die Nachrichtensprecherin des ZDF Petra Gerster gab in einem Interview in der TAZ bekannt, dass sie in Zukunft die Gendersprache mitteile (siehe TAZ vom 17.1.2021. Nur 60 Zuschauer hatten dagegen protestiert. Aber inzwischen seien die Proteste abgeflaut ... man gewöhne sich daran.

   Sprache dient der Verständigung, der Sprecher soll und will (gewöhnlich) verstanden werden. Ja, es geht bei der Sprache auch um ihre Ökonomie und ihre Schönheit, die weswntlich etwas mit dem Sprachfluss zu tun haben. Der Gendersand im Getriebe der Sprache macht sie stolpernd, schwerhörig und die Verständigung zeitraubend, die Schrift unansehnlich und hässlich. Lässt Gendern noch die Freude an der Sprache, überhaupt an der Literatur, an einem sprachlichen Kunstwerk zu?

   Wollen die Genderideologen überhaupt verstanden werden? Ja und Nein. Sie wollen mit ihrer neuen Sprache ihre Ideologie, die sich mit ihrem Zerstörungsfuror zunächst auf die Familie stürzt, aber alle gesellschaftlichen Fundamente im Visier hat, dem Volk, das es so nicht mehr geben soll, einreden. Sie wollen aber auch die große Verirrung, die den Einzelnen auf schwankendem Boden zurücklässt, auch beraubt seiner Geschichte. Der Vereinzelte sucht dann die rettende Hand, die ihm die allwissende politische Avantgarde allzu gerne reicht und dann nicht mehr loslässt.

   Es gibt sie wieder, die vielen, die sogleich den Anweisungen Folge leisten, jetzt denen der Sprachführer, um mit dabei zu sein in vorderster Front wie manche Universitäten und die Kirchen.

  Es ist höchste Zeit zum Widerstand aufzurufen. Wer hat entschieden die neue Sprache einzuführen? Die selbsternannten Sprachführer? Eine Fachkommission? Wer maßt sich diese Ungeheuerlichkeit an? Wo ist die Legitimation?

 

Manfred Jacobs:

Gender ist Affront gegen Gottes Schöpfung! Die Normalität wird destabilisiert. Ein neuer Mensch soll geschaffen werden!
Die Genderideologie redet von Gleichberechtigung, meint aber Gleichstellung.

Gleichberechtigung bedeutet für Frau und Mann gleiches Recht bei der Ausübung im täglichen Geschäftsleben.

Gleichstellung negiert das biologische Geschlecht von Mann und Frau! Gleichstellung ist eine gesellschaftspolitische Umwälzung, die auf die Zerstörung des binären Geschlechtsverhältnisses von Mann und Frau, auf die Auslöschung von Ehe und Familie abzielt!

Bereits im Kindergarten werden Kleinkinder durch Fehlleitungen orientierungslos; ein Prozess, der sich durch Schulbesuch und Universität durchzieht.

Der Kampf gegen Gender-Mainstreaming ist kein Streit gegen Fleisch und Blut: „Wir führen unseren Kampf nicht auf fleischliche Weise. Denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern machtvoll, um für Gott Bollwerke niederzureißen. So zerstören wir Trugschlüsse wie überhaupt allen Hochmut, der sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt.“ (2.Korinther 10,4).

 

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Literaturhinweis:

Die Broschüre „Feminismus und Gender-Mainstream (Manfred Jacobs, Verlag Anton A. Schmid, Postfach 22, 87467 Durach 2017) spricht Themen an, die für das Verständnis der Zeitströmungen von Bedeutung sind.