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Redaktion des SONNTAGS

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Leserbrief zu „Geschichten über Menschen auf 18 Tafeln“, veröffentlicht in:

Der SONNTAG Nr. 11, 13.3.2011

In dem Bericht über die Wanderausstellung „mensch bibel“ wird betont, dass die Ausstellungstafeln Menschen der Bibel beschreiben, „die keine idealisierte Heilige sind“,. Aber warum werden die Menschen der Bibel gegen die Heiligen der Kirche ausgespielt? In einer Presseerklärung zur Ausstellung wird sogar damit geworben, dass hier „Menschen mit ihren Schwächen“ gezeigt würden und „keine Heilige“. Sollen uns die Schwächen und Unvollkommenheiten der biblischen Menschen Vorbild sein? Im Sonntagsevangelium lesen wir etwas anderes: „Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist“ (Mt 5,40), ebenso in der Lesung: „Seid heilig, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig“ (Lev 19,2). Für Christen gilt also, die Heiligkeit und Vollkommenheit Gottes anzustreben, wie es die Heiligen der Kirche vor uns getan haben. Sie sollten unsere Vorbilder sein. Unser Hl. Vater stellt bei jeder Generalaudienz einen Heiligen der Kirche vor, an dem die Christen sich orientieren können. Am 23. Februar sprach er über den Heiligen Robert Bellarmin, von dem man dies lernen sollte: „den inneren Kontakt mit Gott, mit Christus zu halten und so von ihm langsam geformt und erleuchtet zu werden.“