Presseerklärung zum Status den Pfarrbeauftragten in der Diözese Limburg

Im Juli 2009

 

Modernistische Kreise im Bistum Limburg versuchen den Kurs des neuen Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst zu sabotieren.

In mehreren Wellen haben sich altliberale Kräfte auf den Bischof eingeschossen.

Die Nassauische Neue Presse, die Limburger Regionalausgabe der Frankfurter Neuen Presse, betätigt sich dabei als Scharfmacherin.

Jüngstes Beispiel für eine neuerliche Attacke gegen den Bischof war dessen Vorhaben, das Statut für die Pfarrseelsorge nicht zu verlängern.

Mit dieser Ausnahmeregelung hatte Vorgängerbischof Franz Kamphaus seit 1995 Laien mit der Leitung einer Pfarrei beauftragt. Im Jahr 2003 waren 65 Personen als Pfarrbeauftragte ernannt.

Mit der Einrichtung der „Pastoralen Räume“ als quasi Großpfarreien mit einem „priesterlichen Leiter“ ist das Modell der Pfarrbeauftragten praktisch obsolet geworden.

Die Reduzierung der Pfarrbeauftragten unter Bischof Kamphaus hat der neue Oberhirte fortgesetzt, so dass derzeit nur noch 30 Pfarrbeauftragte im Dienst stehen.

Die Ankündigung des Bischofs, dass dieses Beauftragungsstatut nicht verlängert wird und damit keine neue Pfarrbeauftragten ernannt werden, haben die Modernisten zum Anlass genommen, dem Bischof „Unverständnis und Empörung“ entgegenzuschleudern.

Der Priesterrat des Bistums habe sich darüber empört, dass der Bischof seine Verantwortung und Leitungsfunktion für das Bistum so deutlich herausgestellt habe – wie die Nassauische Neue Presse berichtete.

Unter Bischof Kamphaus hätten die synodalen Gremien die Vorhaben des Bischofs „prüfen und sichten“ können. Nach dem Plazet der Gremien konnte der Bischof dann die jeweilige Entscheidung verkünden.

Die altliberalen Kräfte befürchten nun, dass der neue Oberhirte sein Bischofsamt nicht als Moderator versteht, sondern als ‚Episcopos’ - ‚Aufseher und Wächter’, der die Kirche leitet und führt.

Deshalb zetern sie und versuchen den Bischof auf den „bewährten Kurs des synodalen Miteinanders“ zu zwingen.

Bezirksdekan Dieter Lippert, Mitglied in der Plenarkonferenz des Ordinariats, macht sich zum Sprecher der Synodal-Protestler, wenn er vom Bischof „die richtige Reihenfolge fordert: Erst beraten, dann entscheiden.“

Nach der Kanonade der Groß-Synodalen schießen sich die Leserbriefschreiber der „mündigen Christen“ auf den Bischof ein.

Mit „großem Entsetzen und Unverständnis“ wenden sich Sonja und Bernhard Geis aus Runkel von dem neuen Bischof ab, der als „Machtmensch in absolutistischer Form das Bistum regieren“ würde.

Der Oberhirte wolle das „Rückgrat des Volkes Gottes wegoperieren“, nämlich die „Limburger Synodalordnung mit dem Dialog von Amt und Mandat“ – poltert ein anderer Leserbriefschreiber. 

Und natürlich dürfen die Heckenschützen vom antikirchlichen Verein „Wir sind Kirche“ beim Trommelfeuer gegen den Bischof nicht fehlen:

Eine Henny Töpfer spürt offenbar das Ende der altliberalen Kirchenträume: „Angst breitet sich aus, Angst um die Entwicklung im Bistum.“

Pfarrer Jansen, bekannt durch seine Attacken gegen Papst und Kirche,  malt den schwärzesten Anti-Konzilsgeist an die Wand: „Angst ist spürbar im Bistum, ein Klima der einengenden Verschwiegenheit, die krank macht und Existenzangst hervorruft.“

In allen Beiträgen zu diesem Thema ist ein Hauch von Nostalgie zu spüren: Unter Bischof Kamphaus, ja, da herrschte noch „Toleranz und Menschlichkeit“, da wehte der Geist von Mündigkeit und Mitbestimmung durchs Bistum.

Die nassauische Regionalzeitung stimmt eine Lobeshymne auf das Pontifikat von Bischof Kamphaus an:

Mit der Einführung des Pfarrstatuts zur „kooperativen Wahrnehmung von Leitungsverantwortung in der Seelsorge“ hätten das Bistum Limburg zusammen mit der Diözese Aachen die fortschrittlichsten Pastoralmethoden in Deutschland eingeführt.

Limburg hätte sogar eine „Vorreiterrolle in der Weltkirche“ übernommen, insofern später die Diözesen Innsbruck, Salzburg und Linz dem Limburger LaiInnen-Modell zur Pfarrbeauftragung gefolgt seien.

Bei den Meldungen zum Niedergang der Kirche in den Bistümern Aachen und Linz dürfen die Limburger Katholiken froh sein, dass der neue Bischof zumindest versucht, dem Verfall des kirchlichen Lebens gegenzusteuern.