Beteiligung von evangelischen Christen bei der Vorbereitung der Heilig- Rock- Wallfahrt 2012    (3.02.2012)

 

Ein Schreiben des ehemaligen Stadtratvorsteher von Frankfurt Herrn Bernhard Mihm an den Bischof von Trier Herrn Dr. Stephan Ackermann vom 11.1.2012.

 

(Bis heute wurde der Brief nicht beantwortet.)

 

 

Hochwürdigster Herr Bischof!

 

Diese Zeilen sind ausgelöst durch eine Meldung über Äußerungen des Vorsitzenden des Rates der EKD zum Heiligen Rock und zur Beteiligung evangelischer Christen an der Vorbereitung der Heilig-Rock- Wallfahrt 2012. „Nichts am Heiligen Rock sei heilig“ und „die beteiligten evangelischen Christen könnten ‚reformatorische Impulse‘ in die Wallfahrt einbringen“.

 

Bereits bei der öffentlichkeitswirksamen Nachbereitung des Papstbesuches in Erfurt durch kreise der EKD wurde deutlich, dass man in diesen Kreisen sehr exklusiv die katholische Kirche in einer Bringschuld sieht bei der Gestaltung der ökumenischen Beziehungen. Das wiederholt sich nun. Es kommt einer Ohrfeige für die ökumenische Offenheit gleich, mit der sie evangelische Christenbei der Vorbereitung der Wallfahrt 2012 beteiligt haben. Ich glaube nicht, dass das Wort des Herrn von Hinhalten der anderen Seite auf diese Art von Ohrfeigen angewendet werden kann. Hier ist vielmehr selbstbewusste Klarstellung der katholischen Positionen und Wahrung der Würde des mystisch fortlebenden Leibes des Herrn angesagt.  Das entspräche auch der historischen Bedeutung der Heilig- Rock- Wallfahrt für das katholische Deutschland seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Ich wünsche mir heutzutage den athanasianischen Geist eines Joseph Görres. Daran alleine liegt es, zu verhindern, dass die katholische Kirche von einer höchst unheiligen Allianz aus Säkularisten uns selbstgerechten protestantischen Konfessionalisten zum Watschenmann gemacht wird.

 

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und den Segen Gottes bei der Realisierung solch athanasianischen Görres- Geistes.

 

Mit ergebenen Grüßen

 

 

Bernhard Mihm