Gerüchte-Journalismus gegen den Limburger Bischof  (September 2012)

Der Kölner Stadtanzeiger vom 31. 8. 2012 bringt die Methode auf den Begriff, nach der Journalisten die aktuelle Medienkampagne gegen den Bischof von Limburg zusammenbrauen: „Im Klima des Verdachts“ gedeihen „Spekulationen“ zu mediengenerierten „Skandalen“.

Ist das seriöser Qualitätsjournalismus?

1. Die Zeitung demonstrierte selbst, wie man das Gerede der Leute zum Skandal aufbläht: „Es war in aller Munde, dass Vorgängerbischof Franz Kamphaus mit dem Golf vorfuhr.“ Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst dagegen ließe  sich in einem „pompösen“ BMW kutschieren.

Seit der Presseerklärung des Limburger Ordinariats vom 16. 11. 2010 weiß die Öffentlichkeit die Wahrheit:
Der Leasing-Vertrag über den bischöflichen BMW wurde von Bischof Kamphaus veranlasst, der sich regelmäßig in diesem Dienstwagen chauffieren ließ.
Aber die Wahrheit wollen kirchenfeindliche Journalisten gar nicht wissen, um weiterhin ihre Vorurteile auszuwalzen - zur Rufschädigung des neuen Bischofs.

2. Der Gerüchte-Journalist Joachim Frank kolportiert in der gleichen Ausgabe die fristlose Entlassung eines Kirchenangestellten des Bistums Limburg: „Der Mann soll intern abfällig über das Finanzgebaren des Bischofs geredet haben.“

In Wahrheit hatte der Leiter eines diözesanen Begegnungshauses abfällige Bemerkungen gegen seinen Dienstherrn einer bistumsfremden Person gegenüber gemacht.
In diesem Falle verschweigt der Zeitungsmann, dass Bischof Kamphaus vor 15 Jahren ähnlich reagierte, als er nach Kritik an seinem Verhalten einen Caritas-Direktor feuerte.

3. Die Frankfurter Allgemeine versuchte zu Anfang dieses Jahres den  Limburger Bischof mit dem „Verdacht eines Plagiats“ anzuschwärzen – unter Einflechtung der „Guttemberg-Affäre“.
Der Redakteur Stephan Toepfer wusste zwar, dass Ähnlichkeiten in zwei Reden zum gleichen Thema, die jeweils vom alten und neuen Bischof gehalten waren,  von dem gleichen Redenschreibers herrührten.
Trotzdem bezichtigte er in einem Kommentar vom 25. 1. 2012 Bischof Tebartz-van Elst des Textdiebstahls, mangelnder Sorgfalt und des Verstoßes gegen selbst geforderte Werte.

4. Die Frankfurter Rundschau stützt in einem Artikel vom 25. 8. 2012 ihr Gossenurteil zum Bischof von Limburg allein auf Gassenreden.
Der Straßenjournalist Peter Hanack lässt gleich sechs Altstadtpassanten als Miesmacher gegen den Limburger Oberhirten pöbeln:
„In der Stadt kursiert das Gerücht, dass in dem protzigen Prunkbau der bischöflichen Residenz Marmor ohne Ende verlegt wird.“
Eine Leserin schreibt dazu: „Ich freue mich schon auf den Tag der Offenen Tür im Bischofshaus, wenn die Gerüchtemacher vergeblich nach Prunk und Pomp, goldenen Wasserhähnen und Edelsteinverzierungen suchen.“

Die größte journalistische Dreckschleuder ist ‚Der SPIEGEL’

Die Presse- und Film-Beiträge des angeblichen „Nachrichtenmagazins“ aus Hamburg  zur laufenden Medienkampagne gegen den Limburger Bischof sind eine WiderSPIEGELung von Gerüchten, Kirchenhass-Meinungen und Lügen:

• Das Straßenmagazin brüstet sich in seiner Ausgabe vom 20. 8. 2012 mit der Lüge, der SPIEGEL habe gegen eine versuchte Vertuschung den Premium-Flug nach Indien von Bischof und Generalvikar aufgedeckt.
Wahr ist, dass das Bistum Limburg schon am 5. April 2012 – also fünf Monate vor der Publikation - dem SPIEGEL auf Anfrage Folgendes mitgeteilt hatte:
Die Indienreise von Bischof Tebartz-van Elst und des Generalvikars Franz Kaspar war in der Business-Class gebucht, aber durch private Bonusmeilen sowie eine weitere private Zuzahlung erfolgte ein Upgrade für beide Reisende.

• Der SPIEGEL vermittelt den falschen Eindruck, dass die aktuellen Baumaßnahmen auf dem Domberg allein auf Wunsch und Wille des seit 2008 amtierenden Bischofs Tebartz-van Elst zurückgingen.
Die Wahrheit ist, dass schon in der Amtszeit von Bischof Kamphaus – im Jahre 2004 - zwei Millionen Euro für die anstehende Dombergbebauung zurückgelegt wurden. Während der Vakanz erörterte das Domkapitel die missliche Wohnsituation des Bischofs im jetzigen Bildungshaus, dem ehemaligen Priesterseminar, mit dem Ziel, auf dem Domberg ein „Haus für die zukünftigen Bischöfe von Limburg“ zu bauen.

• Mit diesen Feststellungen ist auch eine weitere SPIEGEL-Behauptung als lügenhaft erwiesen, dass der neue Bischof – im Gegensatz zum alten – aus Unbescheidenheit und Prunksucht nicht im Kellergeschoss des Tagungshauses wohnen wollte und somit aus unlauteren Motiven den Neubau veranlasst hätte.

Der SPIEGEL lügt

• Der SPIEGEL-Redakteur Peter Wensierski fabuliert eine Fata Morgana hinter den Bauzaun. Er halluziniert mit Prächtigkeitsvokabeln eine „luxuriöse Bischofsresidenz“ auf den Domberg, phantasiert einen „pompösen Bischofssitz“ herbei und spintisiert von einem „monströsen Prunkbau“.
Diese VorSPIEGELeien fallen in der Konfrontation mit der Wirklichkeit schnell zusammen: Der Wohnbereich des Bischofs befindet sich in einem schlichten Neubau mit Flachdach. Die Drei-Zimmer-Wohnung mit ca. 100 qm schlägt mit 200.000 Euro zu Buche. Sie machen nur ein Zehntel des Neubauvolumens aus und nur einen Bruchteil der Gesamtkosten der Dombergbebauung, derzeit mit 5,5 Millionen veranschlagt.

• Der Straßenjournalist macht sich das Gassengeschwätz von nörgelnden Kunstbanausen zu eigen: Nach deren Meinung würde der schlanke Spitzgiebelbau der bischöflichen Kapelle „wie ein Klotz“ wirken – „ein Schandfleck im Kern der Altstadt“.
Das Urteil des Fachmanns dagegen, Architekt Michael Frielinghaus, blendet der SPIEGEL aus: „Das Spitzdach der Kapelle zitiert die Altstadtbebauung. Sie passt maßstäblich ins Ensemble zwischen der höheren ‚Alten Vikarie’ und dem niedrigeren Diözesanmuseum. Die Material- und Außengestaltung der Kapelle wurde mit allen zuständigen Behörden detailliert abgesprochen.“

• Der ungläubige SPIEGEL-Mann glaubt blindlings den antikirchlichen Parolen der kirchenfeindlichen Gruppe „Wir sind Kirche“. Die versucht seit Jahren, die Amtskapelle am Bischofssitz als überflüssigen Verschwendungs-Appendix  madig zu machen.
Dagegen überzeugt Generalvikar Dr. Franz Kaspar mit der Einordnung: „Die bischöfliche Amtskapelle ist das Herzstück des ‚Diözesanen Zentrums St. Nikolaus’, wie der Gebäudekomplex offiziell heißt. Nach außen weist die Kapelle auf die Leitung des Bistums als geistliche Sendung hin, nach innen charakterisiert sie die bischöfliche Amtsführung als geistlichen Dienst.“

• Den Hauptanteil sowie die zu erwartenden Mehrkosten an dem Dombergprojekt trägt der  „Bischöfliche Stuhl“. Mit diesem Vermögensfond wurde der Bistumssitz bei der Gründung 1827 ausgestattet – als Ersatzleistung für die vorhergehenden Vermögenssäkularisierungen zugunsten der Staatskasse. Dieser Fond ist ähnlich einer Stiftung als Körperschaft des öffentlichen Rechts verfasst. Die Vermögensverwaltung untersteht einem Aufsichtsgremium, das mit regelmäßigen Rechnungsprüfungen und Revisionen die Einhaltung der  Zweckbestimmung überwacht.
Der Schmierenjournalist Wensierski verbreitet dagegen gezielt die Lüge, über die Vermögenswerte des Fonds verfüge der Bischof ohne jede Aufsicht und Kontrolle. 

Der SPIEGEL spinnt

• Der SPIEGEL weiß, dass die Mittel des Bischöflichen Stuhls nur für die Aufwendungen des Bischofssitzes bzw. der Bistumsleitung zweckbestimmt sind. Nicht eingesetzt werden dürfen sie etwa für die Reparatur eines Pfarrkirchendachs oder die Heizung eines Pfarrzentrums. Solche Kosten werden aus dem Kirchensteuerfond bestritten.
Entgegen seinem Wissen vermittelt der Journalunke den Eindruck, wegen der „millionenschweren Privatresidenz des Bischofs“ würde Geld zur Instandhaltung von Kirchen abgezogen und müssten Kindergartengelder gestrichen werden. Der ZerrSPIEGEL-Journalist versteigt sich zu den abwegigen Vorstellungen, der Bischof ließe wegen seines „Prunkbaus“ die Gottesdienstbesucher frierend im Regen sitzen, denn die „darbenden“ Kirchengemeinden wüssten nicht, „wovon sie das Öl für die Beheizung ihrer Kirchen im nächsten Winter bezahlen sollen“.

• Nachdem der Klischee-Journalist ein Luxus-Palais auf den Domberg vorgeSPIEGELt hat, reimt er sich als Gegenpol die angeblich „darbenden“ Katholiken zu jakobinischen Wutbürgern zusammen. Das Klima unter Limburgs Katholiken sei „soweit vergiftet“, dass das katholische Fußvolk zu einem Sturm auf den bischöflichen Stadtpalast bereit wäre:
„Die Katholiken laufen Sturm gegen ihren Hirten.“
Denn „während der Bischof prasst, verstehen viele nicht, warum sie darben sollen.“
Geht’s noch, Herr Wensierski? Besteht Ihr Hirn aus einem HohlSPIEGEL?
Dass der ehemalige Gefängnispfarrer Janssen den Sturm auf das Palais anführen und mit der Parole: „Wir sind das Kirchenvolk!“ eröffnen werde, ist allerdings ein Gerücht, das selbst der Einpeitscher-Journalist Wensierski nicht zitieren mochte.

 

Auszug aus dem Pressekodex des Deutschen Presserats

● Die Achtung vor der Wahrheit und wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.

Nachrichten und Informationen sind auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

●Veröffentlichte Nachrichten oder Behauptungen, die sich nachträglich als falsch erweisen, hat das Publikationsorgan, das sie gebracht hat, unverzüglich richtig zu stellen.

Unbegründete Behauptungen und Beschuldigungen (…) sind nicht zulässig.