Der SPIEGEL lügt                           (August 2012)

Das angebliche Nachrichten-Magazin aus Hamburg betreibt Stimmungsmache gegen die Kirche mit billigem Boulevard-Journalismus.
‚Der Spiegel’ hatte auf dem Höhepunkt der medialen Missbrauchskampagne gegen die Kirche 13 Journalisten darauf angesetzt, Papst Benedikt XVI. irgendetwas Missbräuchliches in die Schuhe zu schieben. Man fand aber außer Gerüchten und Gerede nichts Verwertbares, was die Spiegel-Skandalschreiber zu einem Vatikan-Skandälchen hätten aufblasen können.

Auf den Oberhirten einer der kleineren deutschen Diözesen, Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Bistum Limburg,  setzt der Spiegel seit Jahren immerhin zwei Journalisten an:
Es sind der ausgebuffte Spiegel-Schreiber Peter Wensierski, der schon einigen Priestern mit einem medialen Boden-Spiegel unter die Soutane gespäht hat, und der Nachwuchsschreiber Martin U. Müller. 

Im Gegensatz zu seinen glücklosen Vatikan-Schnüfflerkollegen findet Wensierski immer irgendwelche Pubs-Gerüchte aus Limburg, die er zu einer Skandalgeschichte um den Bischof aufbläht.

Die Methoden des  Boulevard-Journalismus
Wensierski lässt in der neuesten Spiegel-Story vom 20.08.2012 sein unseriöses Vorgehen durchblicken:
Basis-Annahme: Es gibt in Limburg seit Jahren missgünstige Leute, die gegen den neuen Bischof stänkern, weil er treu zur katholischen Lehre und dem Papst steht. Diese Miesmacher heizen die Stimmung gegen den Bischof an, indem sie sich an Äußerlichkeiten aufhängen:
hier ein angeblich unpassendes Wort, dort ein vermeintlicher Plagiatvorwurf, dann die falschen Kirchenbänke im Dom, im übrigen sei die Bischofs-Liturgie zu steif und feierlich, die Predigten zu lang, der Sprachstil zu abgehoben, der Lebensstil zu feudal und vieles andere mehr, was die Leute vom Hörensagen weitertratschen.

Erster Schritt: Wensierski kontaktiert die anti-bischöflichen  Meinungsmacher wie den pensionierten Pfarrer Hubertus Janssen, der bekannt ist für seine antikirchlichen Einfälle und Ausfälle. Von diesen Leuten sammelt der Spiegel-Journalist alles an Gerüchten und Gerede, Meinungen und Meckereien, Geschwätz und Vorurteile gegen den Bischof.

Zweiter Schritt: Der Spiegel-Journalist legt die Zutaten für sein Skandal-Gericht fest:
a. Der Aufreißer: Beim letzten Stimmungsmache-Bericht vom November 2010 war es die Behauptung, der Bischof würde statusverliebt einen überdimensionierten BMW fahren, diesmal soll ein Erster-Klasse-Flug den Bischof als feudalen Luxus-Schnorrer desavouieren.
b. Der Hauptskandal: Vor knapp zwei Jahren war es ein aus dem Reporter-Ärmel gezauberter  „Brandbrief“, der die angeblich miese Stimmung der Priester und Laien im Bistum Limburg demonstrieren sollte, im aktuellen Brand-Bericht soll die angebliche Luxus-Residenz auf dem Domberg den Bischof als verschwendungssüchtigen Kirchenmann schlechtreden.

Dritter Schritt: Wensierski konstruiert in seinen Bischofsgeschichten scharfe Gegensätze zwischen dem alten und dem neuen Oberhirten:
Der alte Bischof Kamphaus wäre ausschließlich einen volkstümlichen Golf gefahren, der neue dagegen protze mit einem dicken BMW.
„Vorgänger Franz Kamphaus begnügte sich mit einer bescheidenen Unterkunft im Priesterseminar“, der neue Bistumsvorsteher ließe sich einen „millionenschweren Prunkbau als Bischofsresidenz“ bauen.

Vierter Schritt: Der Spiegel-Redakteur versucht Büchner nachzuäffen, indem er aus sozialrevolutionärer Froschperspektive die Phantasie der bitterarmen und „darbenden“ Katholiken gegen den angeblich verschwenderischen Kirchenfürsten aufstachelt:
Die feudale Prunksucht des Bischofs würde den armen Kirchengemeinden des Bistums die bitter notwendigen Gelder für „Winterbeheizung und Kirchendachreparaturen“ entziehen. 

Der Spiegel-Journalist hält es mit der Wahrheit nicht so genau.
Seriöse Journalisten lernen, die harten Fakten und Daten zu recherchieren, der Spiegel-Journalist dagegen konzentriert sich auf das Sammeln von Meinungen, Gerede und Vorurteilen. Im letzten Spiegel-Artikel von 2010 kolportierte Wensierski die Meinung der Neider: Der dicke BMW mit abgedunkelten Scheiben, wechselnden Nummernschildern und die reservierten Parkplätzen in der Stadt wäre typisch für den angeblich protzig-feudalen Stil des neuen Bischofs. Bischof Kamphaus dagegen hätte sich mit seinem Volkswagen-Golf in Bescheidenheit und Volkstümlichkeit präsentiert.

Die Wahrheit ist, dass schon Bischof Kamphaus den BMW-Dienstwagen mit einem Leasingvertrag veranlasst hatte, der unter dem neuen Bischof fortgeführt wurde. Kamphaus ließ sich auf längeren Dienstfahrten immer in dem BMW kutschieren.

Aber der Spiegel-Journalist Wensierski fragte bei seinen monatelangen Recherchen nicht nach der Fakten-Wahrheit im Ordinariat nach, sondern glaubte blind den Vorurteilen des Limburger Straßenpublikums, wonach der neue Bischof den BMW angeschafft hätte.
Der Spiegel hat damals seine bundesweit verbreitete Lüge nicht korrigiert, wozu er nach Pressekodex verpflichtet ist.

Ein investigativer Journalismus recherchiert und interpretiert die Daten im Kontext ihrer realen Zusammenhänge und konstruiert daraus keine kontrafaktische Tendenzgeschichte. Wensierski dagegen verdreht die gegebenen Daten und verwirbelt sie in falsche Zusammenhänge. In der Endform seiner Artikel täuschte er eine Enthüllungsgeschichte vor, tatsächlich verhüllt er die Wahrheit und Wirklichkeit mit medialen Nebelkerzen:

Der Spiegel-Journalist hatte im Herbst 2010 von dem Runkeler Pfarrer Dexelmann ein älteres „Gesprächsimpuls“-Papier in die Hand bekommen. Der Text war nach einer internen Diskussionsrunde bald in der Schublade bzw. im bischöflichen Archiv verschwunden. Wensierski fabulierte in diese verstaubten Archivalie ein Jahr später eine dreifache Lüge hinein:

- Das interne Papier wäre ein Brief an den Bischof gewesen.
- Der verstaubte Text vom Sommer 2009 wurde im Herbst 2010 als aktueller „Brandbrief“ präsentiert.
- Der angebliche Brief würde unter allen 245 Priestern des Bistums kursieren“.

Auch die Spiegel-Behauptung, die Diözesan-Priester seien durch die Amtsführung des Bischofs sowie aufgrund des Dexelmann-Schreibens „verstört“ gewesen, entspricht nicht der Wahrheit – im Gegenteil: Der Priesterrat des Bistums distanzierte sich von der Art des Dexelmann-Papiers sowie des Spiegel-Berichts und bekundete dem Bischof ausdrücklich seine „Loyalität“ gegenüber den falschen Anwürfen aus dem Spiegel.

Wie macht man aus einem normalen Vorgang eine Skandalgeschichte?
Der Spiegel nennt sich ein „Nachrichtenmagazin“. Aber bei dem Redakteur Wensierski verschwindet der Nachrichtenwert seiner Aussagen unter einem Gewöll von hämischen Bemerkungen und rufschädigenden Konstrukten.

Die Nachricht: Der Bischof und sein 74jähriger Generalvikar machten eine Dienstreise nach Indien, wo sie in knapp vier Tagen ein dichtgedrängtes Programm bei sozialen und kirchlichen Projekten absolvierten. Die Reise wurde nach den Richtlinien der dt. Bischofskonferenz in der Business Class gebucht. Der Generalvikar setzte nun seine privaten Bonus-Meilen für sich und den Bischof zu einem Ticket-Upgrade ein, um im Erster-Klasse-Abteil beim Nachtflug schlafen zu können. Dieser Sachverhalt und insbesondere auch das Upgrade mit privaten Bonus-Meilen war dem Spiegel mit Schreiben vom 5. April 2012 bekannt.

Wie macht man aus diesem normalen Vorgang eine Skandalgeschichte?
Der Spiegel unterschlägt, dass die Dienstreise richtliniengemäß durchgeführt wurde und die Reisenden sogar in sehr schlichten Unterkünften in Indien übernachteten. Weiterhin greift der Spiegel-Journalist zur Lüge mit der Behauptung, das Ordinariat hätte die Hochstufung der Reisetickets von vornherein verschwiegen und erst vier Tage vor der Publizierung „umständlich eingeräumt“. Schließlich bringt Wensierski völlig aus der Luft gegriffene Spekulationen über die persönlichen Motive ins Spiel: Er versucht dem Bischof als Motiv persönliche Luxusgier unterzujubeln: „Der Gottesmann wollte sich Gutes tun …sich Luxusflüge gönnen… Er umgibt sich mit Luxus …Champagner und Kaviar … erstklassigen Service“.

Diese böswillig behauptete Gier nach Luxus, die schon für einen einfachen Christen verwerflich wäre, heftet der Spiegel nun hämisch an die Soutane eines „Gottesmanns“. Außerdem phantasiert Wensierski persönliche Unlauterkeit in die Haltung des Bischofs, der sich „mit Luxus umgibt, wenn er zu den armen Kindern nach Indien fährt“. Schließlich hebt der Spiegel diese unterstellte moralische Widersprüchlichkeit in die Schlagzeile und macht sie zum Grundzug der „Kirche: First Class in die Slums“.

Diese niederträchtige Zerr-Spiegel-Methode, eine ganz normale Dienstreise mit Lügen und Verdrehungen zu einer Skandalgeschichte mit rufmörderischer Spitze gegen einen Bischof aufzuzwirbeln, hat das Format, in die medialen „Dienstanweisungen an einen Unterteufel“ aufgenommen zu werden.

Der konstruierte Gegensatz zwischen altem und neuem Bischof ist nicht zutreffend
In der Hauptgeschichte zu Wensierskis neuem Bischofs-Verriss werden noch einmal alle Unwahrheiten, Unterstellungen und Gehässigkeiten eines kirchenfeindlichen Boulevard-Journalismus auf die Spitze getrieben.

Die Wahrheit über die Baugeschichte zum diözesanen Zentrum am Dom ist folgende:
Noch zur Amtszeit von Bischof Kamphaus, im Jahre 2004,  machte das Domkapitel Rückstellungen von 2 Millionen Euro für eine Sanierung und Bebauung zwischen Dom und Bistumsmuseum.
Während der Sedisvakanz erörterte das Domkapitel  die missliche Wohnsituation des Bischofs im jetzigen Bildungshaus, dem ehemaligen Priesterseminar, mit dem Ziel, auf dem Domberg ein „Haus für die zukünftigen Bischöfe von Limburg“ zu bauen.

Demnach ist die vermittelte Spiegel-Version falsch, dass der Neubau der bischöflichen Wohn- und Amtsgebäude allein auf Wunsch und Wille des neuen Bischofs zurückgehe. Die endgültige Entscheidung für den Neubaukomplex konnte das Domkapitel zwar nur zusammen mit den neuen Bischof fällen, also im Jahr 2008, aber die Stimme des Bischofs ist in diesem Falle eher als Zustimmung denn als Erststimme zu werten, wie der Spiegel das hinstellt.

Das wichtigste Motiv für die Neubauentscheidung des Domkapitels war  – wie gesagt - die missliche Wohnsituation des Bischofs im Kellergeschoss des ehemaligen Priesterseminars, das seit einigen Jahren als diözesanes Bildungshaus genutzt wird. Der ständig wechselnde Publikumsverkehr („Taubenschlag“) war und ist für den Wohnsitz eines Bischofs objektiv weder zuträglich noch zumutbar und auch nicht üblich für bischöfliche Wohnbereiche in anderen Diözesen.
Somit ist auch die weitere Spiegel-Behauptung falsch, dass der neue Bischof - im Gegensatz zum alten - aus Unbescheidenheit und Prunksucht nicht in dem Kellergeschoss Tagungshauses wohnen wollte und daher den Neubau veranlasst hätte.


Gehässigkeiten eines kirchenfeindlichen Stimmungs-Journalisten
Während Wensierski Wahrheiten unterschlägt, überschlägt er sich geradezu mit sprachlich-barocken Purzelbäumen, um die angebliche Prächtigkeit des im Bau befindlichen Bischofshauses zu stuckatieren. Er spricht von „prunkvoller Residenz des statusverliebten Kirchenfürsten“, „millionenschwere Bischofsresidenz mit Designergarten“, „prunkvolles Anwesen, in dem kaum Wünsche unerfüllt bleiben“, „Prunkbau für ein standesgemäßes Leben“. Und: „Der Bischof prasst, umgibt sich mit Luxus.“ Im neuen Spiegel Nr. 35 werden diese Prächtigkeitsvokabeln noch mal variiert als „luxuriöse Bischofsresidenz“ und „Prunkbau des statusbewussten Bischofs“.

Bei der Konfrontation dieser Vorspiegeleien mit der schlichten Wahrheit fallen die  aufgeplusterten Wort-Fassaden  des Spiegels schnell in sich zusammen:
Der Wohnbereich des Bischofs befindet sich in einem ausgesprochen schlichten Neubau mit Flachdach. Die bischöfliche Drei-Zimmer-Wohnung mit ca. 100 qm schlägt nur mit 200.000 Euro zu Buche. Sie macht nur zehn Prozent des Neubauvolumens aus und nur ein Zwanzigstel der gesamten Investitionssumme für den Komplex Dombergbebauung.

Diese einfachen Fakten und Zahlen konnte jeder seriöse Journalist vom Ordinariat erfahren, das Objekt in Augenschein nehmen und sich vom Architekten erläutern lassen. Aber die Spiegel-Schreiber wollen gar nicht die Wahrheit wissen, um ihre unwahren und böswilligen  Verleumdungen auf der Basis von Vorurteilen weiter zu verbreiten. Als der bischöfliche Bauherr kürzlich seinen schlichten Neubau vorstellte, als der Architekt das Baukonzept erläuterte, war kein Spiegel-Reporter zu sehen. Stattdessen fabelte der Spiegel eine Woche später wieder von dem „luxuriösen Prunkbau“.

Der Spiegel-Reporter erwähnte zwar im hinteren Teil seines Artikels beiläufig und mit „Verblüffung“ die Wohnungsbaukosten von 200.000 Euro, die sich im Rahmen einer entsprechenden städtischen Eigentumswohnung bewegen. Aber der dumm-dreiste Skandalreporter merkte natürlich nicht, wie er mit diesem Hinweis seine eigene Aufbauschungsthese von der „millionenschweren Prunkresidenz“ ad absurdum führte. 

Auch zu der Innenausstattung der Bischofswohnung geifert der Spiegel-Journalist mit spekulativen Luxus-Vorwürfen. Er kommt sich nicht zu blöde vor, das läppische Gerede der in Limburg „kursierenden Gerüchte von Weinkeller, Sauna, Edelsteinverzierungen und beheizbarem Dach“ bundesweit bekannt zu machen. Wie ein Waschweib kolportiert Wensierskis den Tratsch von meinungsstarken Passanten am Bauzaun, angeblich eingeschüchterten Anwohnern, nörgelnden Domküstern und oppositionellen Lokalpolitikern.
Die Peinlichkeit seine Luxusgeschwätzigkeit wird noch vergrößert, wenn er seine Prunkbauthese dadurch retten will, dass er auf den „behaglichen Kaminofen“ im bischöflichen Wohnzimmer hinweist sowie auf die umwerfende Tatsache, dass für den Bau „edle Materialien wie Schiefer von der Mosel und Holz aus Mittelhessen“ verwendet worden seien.

Die Kapelle im Diözesanen Zentrum ist das Herzstück der bischöflichen Amtsführung
Aber „die bischöfliche Privatkapelle, nur wenige Schritte vom Dom entfernt“ sei doch unnötig, glaubt der ungläubige Spiegel-Mann. Außerdem wirke das Giebeldach der  Kapelle so klotzartig wie die „Kaaba von Limburg“ – zitiert der Boulevard-Journalist das Straßenpublikum von Limburg. Wie blöd muss eigentlich ein Spiegel-Reporter sein, um sich das Geschwätz von gedankenlosen Kunstbanausen zu eigen zu machen, nach denen der schlanke Spitzgiebelbau wie ein breiter Klotz wirken würde? Wenn es um ein Haudrauf gegen den Limburger Bischof geht, ist dem Spiegel keine Pöbelei zu billig.  Wensierski ergänzt sein abgeschmacktes Gossengerede mit der Schimpfkanonade eines nörgelnden Küsters: Die Bischofskapelle sei „hässlich und überflüssig, ein Schandfleck im Kern der Altstadt“.

Tatsächlich ist die bischöfliche Kapelle im Zentrum der Dombergbebauung in enger Abstimmung zwischen Denkmalsamt, Diözesanbauamt und dem federführenden Architektenbüro entworfen, erörtert und gebaut worden. Keinen dieser Fachleute hat  der Straßenjournalist befragt. Der ausführende Architekt Michael Frielinghaus, immerhin Bundesvorsitzender der deutschen Architekten, erläutert:
„Das Spitzdach der Kapelle zitiert die Altstadtbebauung. Sie passt in der Maßstäblichkeit genau ins Ensemble zwischen der höheren ‚Alten Vikarie’ (dem neuen Amtssitz des Bischofs) und dem niedrigeren Diözesanmuseum.“

Zu dem Sinn der bischöflichen Kapelle bemerkte Generalvikar Franz Kaspar kürzlich:
„Nach außen bildet die erkennbare Kapelle ab, dass die geistliche Leitung einer Diözese ein geistlicher Dienst ist. Er nimmt in der täglichen Feier der Eucharistie seinen Anfang. Sie ist Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. Nach innen bildet sie das Herzstück des ‚Diözesanen Zentrums’ und der bischöflichen Sendung. Aus diesen Gründen verfügt jedes Bischofshaus in der Weltkirche über eine eigene Kapelle.“

Um diese geistliche Bedeutung des Bischofssitzes und seine Funktionen für das Bistum auszudrücken, benennt man den Gebäudekomplex nunmehr mit dem offiziellen Namen „Diözesanes Zentrum St. Nikolaus“ – nach einem der beiden Patrone der Kathedralkirche.

Das Gebäude-Ensemble auf dem Domberg ist etwas außergewöhnlich Eindrucksvolles
Die fabulierte Spiegel-These von der angeblichen Prunk- und Protzresidenz des Bischofs wird auch durch die Kostenaufstellung der Lüge überführt. Für den Neubau von Wohn- und Verwaltungsbereich, Gästezimmer, Konferenzraum, Archiv, Sakristei und Kapelle hat man eine Million Euro veranschlagt, davon – wie gesagt – 200.000 für den eigentlichen Wohnbereich des Bischofs. Mit 2,5 Millionen ist der Löwenanteil der Gesamtbausumme für die Sanierung der 600 Jahre alten und baufälligen Vikarie angesetzt, um sie als Amtssitz des Bischofs auszubauen. In dieser Summe ist auch der Ausbau des alten Küsterhauses von 1900 enthalten, das als Wohnung für zwei Schwestern hergerichtet wird. Ebenfalls die große Summe von zwei Millionen Euro verschlingt die denkmalsbehördenseitig vorgeschriebene Sanierung der historischen Mauern und die Darstellung der archäologischen Funde.

Auch wenn dieser Kostenrahmen von 5.5 Millionen Euro überstiegen wird – wahrscheinlich bei der weiteren Sanierung der Alten Vikarie -, so ist sich doch der Architekt sicher: „Dieses Zentrum ist für Limburg auch städtebaulich ein Riesengewinn, etwas außergewöhnlich Eindrucksvolles. An diesem historischen Platz wird die Geschichte mit einer verantwortungsvoll umgesetzten Idee weitergeschrieben.

Doch von solchen fundierten Urteilen eines erfahrenen Städtebauarchitekten will der Spiegel-Journalunke nichts wissen, denn dieses fachliche Lob – das natürlich auch auf den bischöflichen Bauherrn überstrahlt -, macht deutlich, was von dem inkompetenten Spiegel-Geschwätz zu halten ist:
eine Verleumdungsgeschichte auf der Basis von miesmachendem Boulevard-Gerede.

Der Spiegel will die angeblich aufgeheizte Stimmung noch weiter anheizen.
Der Boulevard-Journalismus des Spiegels unterscheidet sich darin von den vordergründigen Straßenreportagen der Bildzeitung, dass das Zeitgeistmagazin beansprucht, für sein akademisches Lesepublikum hintergründige gesellschaftliche Zusammenhänge zu enthüllen. Aber auch mit dieser Ambition fällt der Spiegel-Reporter auf die Nase, weil er nicht wirklich aufklären, sondern nach Zerrspiegelart gegen Bischof und Kirche agitieren will.

Die Kosten für die vielfältigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen auf dem Limburger Domberg werden aus dem Vermögen der Einrichtung bestritten, die „Der Bischöfliche Stuhl“ heißt. Diese Institution ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts, die bei der Gründung des Bistums 1827 mit Vermögenswerten ausgestattet wurde. ‚Der Bischöfliche Stuhl’ ist ähnlich einer zweckgebundenen Stiftung verfasst und unterliegt einem Aufsichtsgremium, das mit regelmäßigen Prüfungen durch unabhängigen Juristen und Rechnungsprüfern die Einhaltung der Zweckbestimmung überwacht.

Der Spiegel-Journalist kennt diese Zusammenhänge, verbreitet aber gezielt die Lüge: Über das Vermögen des Bischöflichen Stuhls „verfügen der Bischof und sein Generalvikar ohne jede Rechenschaftspflicht“ und „nicht mal das Finanzamt nimmt Einblick“, was ebenfalls so nicht richtig ist. Als Kolportage seiner lügenhaften Aussage führt der Boulevard-Journalist den Leserbrief eines kirchenfeindlichen Schreibers an, der die Einrichtung der bischöflichen Stiftung als „Parallelwelt mit gutgefüllten Konten und verschwiegenen Vermögenswerten“ desavouieren wollte.

Schließlich bejammert Wensierski, dass das Limburger Straßenpublikum „nicht über den wahren Reichtum“ des ‚Bischöflichen Stuhls’ informiert sei. Als wenn das Publikum das Recht hätte, etwa über die Verwaltung der Bertelsmann- oder Lidl-Stiftung informiert zu werden. Schließlich führt der Journalist die Forderung des bischofsfeindlichen Pfarrers Hubertus Janssen an, dass das Kirchenvolk ein Recht auf Einblick in das Stiftungsvermögen habe, das mit dem Geld der Kirchensteuerzahler nichts zu tun hat. 

Mit der Zitierung solcher anmaßenden Agitatoren und ihrer unrechtmäßigen Parolen zeigt der Journalunke des antikirchlichen Spiegels, dass es ihm nicht um Aufklärung von Hintergrundzusammenhängen ankommt, sondern allein darum, die aufgeheizte Stimmungsmache gegen den Limburger Bischof noch weiter anzuheizen.

Der Zerrspiegelmann träumt von einem Sturm auf das bischöfliche Palais
Reine Stimmungsmache auf der Basis von unrichtig konstruierten Zusammenhängen kennzeichnet auch den folgenden Darstellungskomplex:

Wensierski vermittelt wider besseren Wissens den Eindruck, dass die Gelder für das Dombergprojekt aus dem Fond der Kirchensteuermitteln abgezogen würden. Der journalistische Schmierfink versteigt sich zu der vermittelten Unterstellung, das notwendige „Geld zur Instandhaltung von Kirchen“ würde für den bischöflichen „Prunkbau“ verbraten. Und wegen der millionenschweren Privatresidenz des Bischofs müssten sogar den „katholischen Kindergärten Gelder gestrichen“ werden. Der Spiegel-Reporter schreibt sich bei der Ausmalung dieses wahrheitswidrig vermittelten Eindruck in Rage, dass die von den Katholiken aufgebrachten und den Kirchengemeinden zustehenden Kirchensteuergelder für die bischöfliche „Prunkresidenz“ missbraucht worden wären:
Wegen fehlender Gelder für Kirchendachreparaturen ließe der Bischof die Gottesdienstbesucher frierend im Regen sitzen, denn die Kirchengemeinden wüssten nicht, „wovon sie das Öl für die Beheizung ihrer Kirchen im nächsten Winter bezahlen sollen“. 

Der Spiegel-Mann phantasiert eine vorrevolutionäre Situation am Limburger Domberg herbei, wenn er sich die angeblich „darbenden Katholiken“ als  Wutbürger jakobinischer Denkungsart ausmalt, die dem luxuriösen Bischofspalast den Krieg erklärten. Nach dem herbeigeschriebenen Eindruck von Wensierski ist das „Klima unter Limburger Katholiken soweit vergiftet“, dass die Basis zu einem Sturmlauf gegen den bischöflichen Stadt-Palast unmittelbar bereit wäre:
„Die Katholiken laufen Sturm gegen ihren Hirten“.
Denn „während der Bischof prasst, verstehen viele nicht, warum sie darben sollen!“
Geht’s noch, Herr Wensierski?

Dass der ehemalige Gefängnispfarrer Janssen den Sturm auf das Palais mit der Parole: „Wir sind das Kirchenvolk!“ eröffnen und anführen werde, ist allerdings ein Gerücht, das selbst Wensierski nicht zitieren mochte.

 

Eingestellt am 28.8.2012; geändert am 10.9.2012